Lagebericht Konzern & AG

Geschäftsentwicklung
Dem HYMER-Konzern ist es im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum gelungen, trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen den Umsatz zu steigern. Basis für diesen Erfolg war wie in den Vorjahren, dass die Schwäche des Binnenmarktes durch die Stärke der Exportmärkte kompensiert werdenkonnte.
Zum Abschluss des Geschäftsjahres verbuchte der Konzern einen Gesamtumsatz von knapp 750 Mio. Euro. Dies bedeutete im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 33,3 Mio. Euro oder 4,7 %. Dabei istinteressant festzustellen, dass der im letzten Jahr fastausschließlich durch den Reisemobilbereich getrageneGeschäftserfolg in diesem Jahr auch sehr deutlichdurch den Erfolg der Caravans gestützt wurde. DieReisemobile hielten zwar ihr hohes Niveau mit einemkleinen Zuwachs, die Caravans erzielten jedoch einenprozentual zweistelligen Umsatzzuwachs. Dies verdeutlicht,dass Reisemobile sicher eine dominanteStellung im Markt haben, dass aber im Caravanbereichauch heute noch mit attraktiven ProduktenErfolge zu erzielen sind.
Vom Gesamtumsatz des abgelaufenen Jahres entfallen259,8 Mio. Euro auf den Inlandsverkauf. ImVergleich zum Vorjahr war dies ein Rückgang um5,8 Mio. Euro oder 2,2 %. Dieser Rückgang konntedurch den Export kompensiert werden. Dieser stiegum 39,1 Mio. Euro oder 8,7 % auf 490,1 Mio. Euro.Der Caravanbereich hatte am Gesamtumsatz einenAnteil von 117,7 Mio. Euro. Die Reisemobile steuerteneinen Anteil in Höhe von 574,0 Mio. Euro und diesonstigen Umsätze in Höhe von 58,3 Mio. Euro bei.Insgesamt basiert dieses Umsatzvolumen auf einemAbsatz von 10.758 (Vj. 9.537) Caravans und 13.836(Vj. 13.567) Reisemobilen.
Die bemerkenswerte Absatzsteigerung um insgesamt1.490 Fahrzeuge, bestehend aus 269 Reisemobilen und 1.221 Caravans, hat zwar dazu geführt, dass derHYMER-Konzern wiederum ein sehr gutes Ergebnisder gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von47,8 Mio. Euro erzielt hat. Das angestrebte Ziel, dasVorjahresergebnis in Höhe von 49,9 Mio. Euro zuerreichen, wurde jedoch um 2,1 Mio. Euro verfehlt.Ausschlaggebende Faktoren für diese Entwicklungwaren eine deutliche Ergebnisverschlechterung beider Produktionsstätte Hymer France S.A.S. in Höhevon 1,3 Mio. Euro und von 1,5 Mio. Euro bei Bürstner.
Bei LAIKA ergab sich eine geringfügige Veränderungum minus 0,7 Mio. Euro, wobei berücksichtigt werdenmuss, dass LAIKA mit einer Umsatzrendite von 9,6 %(Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit)absolut die Spitzenposition im Konzern einnimmt.Erfreulich war die Geschäftsentwicklung bei Niesmann+Bischoff, die mit einer Ergebnisverbesserungum 2,3 Mio. Euro aufwarten konnte und somit einenpositiven Beitrag zum Ergebnis der HYMER AG geleistethat.
Maßgebliche Faktoren für die Entwicklung des Konzernergebnisseswaren ein Bestandsaufbau der unfertigenund fertigen Erzeugnisse bewertet zu Herstellkosten,eine Reduzierung des Rohertrags um0,6 Prozentpunkte mit einer Ergebniswirksamkeit von4,6 Mio. Euro und eine Erhöhung der Abschreibungenum 1,4 Mio. Euro. Des Weiteren hatten wir bereits inunserem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr2003/04 zum Ausdruck gebracht, dass ein unverkennbarerTrend zu preiswerten Fahrzeugen besteht.
Damit verbunden ist eine Veränderung des Produktmixhin zu Produkten mit geringeren Margen.Nach Eliminierung der Ausschüttungen sowie derer folgswirksamen Konsolidierungen bei den entsprechenden Unternehmen haben die wesentlichen Gesellschaften jeweils folgenden eigenen Anteil am Konzernjahresüberschuss:

Gegenüber dem Vorjahr hat die HYMER AG sowohlden Außen-Umsatzanteil als auch den Anteil am Konzern-Jahresüberschuss gesteigert; die ausgewiesenenZahlen der beiden größten Tochterunternehmenbelegen jedoch eindrucksvoll die Bedeutung dieserFirmen für die Geschäftsentwicklung des HYMERKonzerns.
Risikomanagement
Das unternehmensinterne Controlling- und Überwachungssystemwurde auf Basis der bereits installierten Instrumentarien und durch den Einsatz eines DV-gestützten Risiko-Managementsystems weiterergänzt und die entsprechende Dokumentation verbessert.Die Fortführung des detaillierten monatlichen Berichtswesensund die interne Festlegung von Risikofeldernsowie deren Erfassung und Kommunikationwaren auch im Berichtszeitraum ein wesentlicherBestandteil des konzernweiten Risikomanagements.
Dabei sind die wesentlichen Kennzahlen zumGeschäftsverlauf, zu Planabweichungen und die kontinuierlicheBeobachtung sowie unverzüglicheMeldung von Risiken elementarer Inhalt der Berichterstattung.In einem speziellen Risikohandbuch sind die Elementedes Risikofrüherkennungssystems, insbesondere dierelevanten Systemkomponenten, Funktionen undVerantwortungsträger detailliert dokumentiert.Wie in den Vorjahren wird die positive Geschäftsentwicklungmaßgeblich durch den Export bestimmt.
Gemäß diesem Trend stieg die Exportquote imVergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozentpunkte von62,9 auf 65,4 %. Dabei lagen die erfolgreichenAbsatzmärkte vorrangig in Westeuropa. Da wir ausschließlichin Euro fakturieren, besteht keine Not—wendigkeit, Kurssicherheitsgeschäfte abzuwickeln.
Unsere Maßnahme, das Finanzierungssystem bei Ausstellungsfahrzeugen im Geschäftsjahr 2001/02 inDeutschland umzustellen, hat sich bis heute bestensbewährt. Diese Umstellung hat zu einer wesentlichenReduzierung der Handelswechsel geführt und somitdas Ausfallrisiko unserer Forderungen signifikant verringert.Gleichwohl behalten wir als zusätzliche Sicherung diefür die Zulassung erforderlichen Dokumente in Verwahrung.
Mitarbeiter unseres Hauses führen darüberhinaus regelmäßig Bestandskontrollen durch. Solltenunerwartete Risiken erkennbar werden, so findendiese in der Ertragsrechnung durch entsprechendeWertberichtigungen umgehend Berücksichtigung.Beispielsweise können sich auch unternehmensinternRisiken durch die nicht rechtzeitige Bereitstellung desProduktionsmaterials ergeben. Produktionsausfälleoder -verschiebungen werden deshalb durch einexakt abgestimmtes Beschaffungssystem und einesensible Planung im Bereich der Basisfahrzeuge weitestgehendreduziert. Außerdem vermindern strategischeund firmenübergreifende Maßnahmen im Einkaufs-und Logistikbereich zusätzlich eventuelleRisikofaktoren.
Nicht vorhersehbar sind Unsicherheiten durch staatliche Maßnahmen. So können Vorgaben im Zeichendes Umweltschutzes oder im Bereich der Sicherheitsstandardszu unerwarteten und erheblichen Mehrbelastungenführen. Dazu gehört beispielsweise das Altfahrzeuggesetz,das die Entsorgung von Altfahrzeugendurch die jeweiligen Hersteller regelt. AufBasis dieses Gesetzes bilden wir bereits jährlichRückstellungen, die das Ergebnis erlösminderndbeeinflussen. Eine Vielzahl weiterer Regulierungenstellen in diesem Maße für uns allerdings keinewesentlichen Risiken dar. Unser Unternehmen kannaufgrund seiner Stärke und Innovationskraft dieeventuellen Auswirkungen derartiger Entwicklungenausreichend abfedern.
Die erforderliche Finanzstrategie zur Sicherstellungder Liquidität erfolgt auf Basis einer mittel- und kurzfristigenFinanzplanung. Diesbezüglich erläutern wirin regelmäßigen Gesprächen mit unseren Hausbankendie aktuelle Geschäftsentwicklung des Konzerns unddie Perspektiven der Branche generell.Eine weitere Maßnahme im Rahmen des Risikomanagementswar der Bau eines überdachten Stellplatzesfür maximal 900 Freizeitfahrzeuge, die zurAuslieferung bereitstehen. In der Vergangenheitgefährdeten überdurchschnittlich oft Hagelschädendiese Neufahrzeuge. Daraus ergab sich eine sinkendeBereitschaft der Versicherungsunternehmen, dieSchäden abzudecken und die Tendenz, den verbleibendenSchutzanspruch mit stetig steigenden, hohenPrämien abzusichern. Vor diesem Hintergrund wirdsich die wirtschaftliche Investition der Überdachungbinnen weniger Jahre amortisieren bei gleichzeitigumfassendem Schutz unserer Neufahrzeuge durch dieneue Anlage.
Vermögens- und Finanzstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich gegenüberdem Vorjahr um 47,3 Mio. Euro oder 14,4 % erhöht,die der Aktiengesellschaft um 22,3 Mio. Euro bzw.11,4 %.
Die Veränderung im Anlagevermögen ist im Wesentlichenauf Investitionen bei der HYMER AG in Bad Waldsee sowie bei der LAIKA CARAVANS S.p.A.zurückzuführen.
Das leicht gestiegene Geschäftsvolumen bewirkte eine Erhöhung der Vorräte und Forderungen.Der Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren istmit 74,8 Mio. Euro um 8,6 Mio. Euro höher als imVorjahr (Vj. 66,2 Mio. Euro).
Der Forderungsbestand ist um 16,1 Mio. Eurogestiegen, wobei für eventuelle Ausfälle Wertberichtigungenauf Forderungen und Besitzwechselin Höhe von 2,4 Mio. Euro (Vj. 2,7 Mio. Euro) berücksichtigtwurden.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten imWesentlichen Steuerforderungen gegen ausländischeFinanzämter, Erstattungsansprüche gegen dasArbeitsamt aufgrund von Altersteilzeitverträgen,Bonusforderungen gegen Fahrzeughersteller sowiedebitorische Kreditoren.
Das Konzerneigenkapital wuchs um 21,9 Mio. Eurooder 17,5 %, was zu einer Eigenkapitalquote von39,1 % (Vj. 38,1 %) führte.
Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögenund reicht dabei noch zur Deckung von 29,6 %(Vj. 24,2 %) der Vorräte aus.
Die Eigenkapitalrendite ohne Berücksichtigung derSteuern vom Einkommen und vom Ertrag ist von 40,7 % im Vorjahr auf 33,9 % gesunken, als Folge derErhöhung des Bestands der fertigen Erzeugnisse undWaren sowie der Forderungen.
Der Bilanzansatz der Rückstellungen ist mit 33,8 Mio.Euro um 5,8 Mio. Euro niedriger als im Vorjahr, wasalleine auf die niedrigeren Steuerrückstellungenzurückzuführen ist, weil bereits im Berichtsjahr dieSteuervorauszahlungen von den jeweiligen Finanzämternangepasst wurden.
Die Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten ergibt sich hauptsächlich aus derAufnahme kurzfristiger Mittel zur Finanzierung deshöheren Vorratsvermögens und der Forderungen,wobei die zugesagten Kreditlinien nicht ausgeschöpftwurden.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungenstiegen um 3,2 Mio. Euro von 34,8 Mio. Euro auf 38,0Mio. Euro.
Die um 3,1 Mio. Euro niedrigeren sonstigen Verbindlichkeitenenthalten überwiegend Verbindlichkeitengegenüber Mitarbeitern, Verbindlichkeiten ausZinsabgrenzungen und die kreditorischen Debitoren.

Ertragslage
Im Konzern ist aufgrund der Auslandsnachfrage dieGesamtleistung um 5,1 % bzw. 36,9 Mio. Euro gestiegen,was im Wesentlichen auf die Entwicklung beiHYMER und Bürstner zurückzuführen ist. Zu den wichtigstenExportländern gehören nach wie vor Frankreich,Großbritannien, Italien und die Niederlande.
Der Bestandsaufbau führt dazu, dass die Fahrzeugenicht mit dem Verkaufspreis, sondern mit den niederenHerstellkosten bewertet werden. Die Differenzwird dementsprechend nicht im Berichtszeitraum,sondern erst im laufenden Geschäftsjahr mit demVerkauf der Fahrzeuge realisiert. Die Erhöhung desBestands an fertigen und unfertigen Fahrzeugenbeträgt 11,8 Mio. Euro (Vj. 8,0 Mio. Euro).Die Personalkosten sind um 5,9 Mio. Euro auf119,1 Mio. Euro gestiegen. Die Personalkostenquoteblieb trotzdem konstant im Vergleich zum Vorjahr mit15,6 %, was auf die gestiegene Gesamtleistungzurückzuführen ist.
Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungenmussten wir gegenüber dem Vorjahr erneut einenleichten Anstieg um 1,9 Mio. Euro oder 3,8 % auf53,2 Mio. Euro verzeichnen, im Verhältnis zurGesamtleistung ist die Quote mit 7,0 % aber sogargeringfügig gefallen (Vj. 7,1 %).
Gegenüber dem Vorjahr ist das Ergebnis der gewöhnlichenGeschäftstätigkeit im Konzern um 4,2 % oder2,1 Mio. Euro gesunken.
Der Anteil der HYMER AG am Konzernjahresüberschussist von 41,2 % auf 48,3 % bzw. um1,2 Mio. Euro gestiegen. Die Ergebnisse des TeilkonzernsBürstner sowie von LAIKA liegen um0,9 Mio. Euro bzw. 1,0 Mio. Euro unter den Vorjahreswerten.Das EBIT ist gegenüber dem Vorjahr um 3,5 % oder1,9 Mio. Euro von 54,7 Mio. Euro auf 52,8 Mio. Eurogesunken.
Das Finanzergebnis des Konzerns enthält Beteiligungserträgein Höhe von 1 Mio. Euro aus einer Ausschüttungder zum 1. September 2004 aus demKonsolidierungskreis ausgeschiedenen Eriba-HymerNederland B.V Demgegenüber sind die Zinsaufwendungendes Konzerns um 0,5 Mio. Euro angestiegen,sodass sich das Finanzergebnis insgesamt etwasverbessert hat.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sind um0,4 Mio. Euro oder 1,9 % niedriger als im Vorjahr.Der Umsatz der HYMER AG konnte um 3,1 % oder10,8 Mio. Euro gesteigert werden. Der Rückgang desInlandsumsatzes um 3,2 % wurde durch den Zuwachsvon 8,4 % im Exportbereich wieder kompensiert.Nach der Bestandserhöhung von 2,9 Mio. Euro ergibtsich somit eine Gesamtleistung von 358,0 Mio. Euro(Vj. 346,3 Mio. Euro).
Aufgrund der niedrigeren Materialaufwandsquoteund der gleichbleibenden Betriebskostenquote verbessertsich das Betriebsergebnis um 0,6 Mio. Euroauf 24,1 Mio. Euro.
Nach dem auf die Gesamtleistung bezogenenFinanzergebnis von 0,1 % (Vj. —0,6 %) beträgt dasErgebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit24,4 Mio. Euro oder 6,8 %, das sind 3,0 Mio. Eurooder 13,6 % mehr als im Vorjahr.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Absatz 3 AktG, dassunsere Gesellschaft nach den Umständen, die zu demZeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäftvorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eineangemessene Gegenleistung erhielt.
Ausblick
Die Prognosen führender Wirtschaftsexperten für dieKonjunkturentwicklung 2005/06 in Deutschland undEuropa sind so uneinheitlich wie die Entwicklung dereinzelnen Staaten in der EU-Zone. Während einigeVolkswirte von einer Erholung der Konjunktur sprechen,warnen andere vor den Auswirkungen steigenderRohstoff- und Energiekosten. Nachdem sich inDeutschland mit der großen Koalition eine neueRegierung formiert hat, gehen die Meinungen überdie positive Wirkung der geplanten Maßnahmen weitauseinander: Einige Experten kommentieren dieseMaßnahmen als falsch, andere hingegen befürwortendieselben, bedauern aber, dass sie nicht weit genuggingen, um eine signifikante Verbesserung desBinnenmarktes herbeizuführen.
Die Caravaning-Branche wird im kommenden Jahrwieder auf den Export setzen. Für den Binnenmarktbleibt zu hoffen, dass sich die Nachfrage nicht nurstabilisiert, sondern sich mit dem Impuls der Fußball-Weltmeisterschaft vielleicht auch etwas erholt.Angesichts der angekündigten Mehrwertsteuererhöhungerscheint eine Verbesserung des privatenKonsums jedoch sehr fraglich.
Vor diesem Hintergrund konzentrieren sich die Unternehmendes HYMER-Konzerns auf ihre zielgruppenorientierteProdukt- und Marketingpolitik, mit der sieauch unter den schwierigen Rahmenbedingungenindividuell und insgesamt bemerkenswerte Erfolgeerzielen konnten.
Die HYMER AG geht mit dem größten Produktangebotin ihrer Firmengeschichte optimistisch in dieneue Saison. 13 Reisemobil- und 4 Caravan-Bau—reihen dokumentieren den Status eines Vollsortimenters,der allen Kundenwünschen gerecht wird.Neben der Breite des Sortiments steht bei der neuenModellgeneration vor allem die Individualität derFahrzeuge im Vordergrund. So kann der Kunde vergleichbarmit dem Angebot von Pkw-Herstellern aus20 verschiedenen Möglichkeiten der Außenlackierungwählen. Auch innen werden mit diversen exklusivenAusstattungsvarianten viele individuelle Kundenwünscheerfüllt. Für die Zukunft werden sich die AGund die Konzerntöchter analog zur Entwicklung aufdem Pkw-Markt noch intensiver an den entsprechendenLebenszyklen und Trends orientieren.
Folgerichtig wurden auch HYMER-Premiumproduktefür die neue Saison an der Marktsituation und denKundenwünschen ausgerichtet. So bietet der neueHymer Van alle Vorzüge eines komplett ausgestattetenZwei-Personen-Mobils kombiniert mit den FahrundKomforteigenschaften eines Pkw. Angesichts derEntwicklungen auf den Exportmärkten hat HYMERsein Chassisangebot um Ford erweitert. Bestärktdurch den außergewöhnlichen Erfolg des Eriba-Novagibt es auch im Caravan-Bereich interessante Neuentwicklungen.Mit aktuell gutem und stetig steigendem Erfolg entwickeltsich auch die Zwei-Säulen-Strategie mitFahrzeugen der Premium-Line und der Classic-Line.Letztere spricht speziell Interessenten an, die HYMERQualitätzu einem besonders attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis erwerben möchten.
Dennoch ist nicht zu übersehen, dass gerade dasSegment der preiswerten Caravans und Reisemobilein jüngster Zeit stetig zugenommen hat. Dieser Marktwird sehr stark von Importprodukten bestimmt.Um auch diesen Bereich im Sinne einer weiterhinerfolgreichen Geschäftspolitik abzudecken, haben dieHYMER AG und die Dethleffs GmbH & Co. KG einGemeinschaftsunternehmen gegründet, das sich aufdie Produktion von Caravans und Reisemobilen fürdas Einsteigersegment konzentriert. Mit dieser Zielsetzungerfolgte am 12. Juli 2005 die Gründung derCAPRON GmbH. Am 17. Oktober 2005 wurde dasGelände des ehemaligen LandmaschinenherstellersCase in Neustadt (Sachsen) erworben. Das Arealumfasst 20 Hektar und verfügt unter anderem übereine 20.000 m2 große Produktionsfläche, die sich fürdie Produktion von Freizeitfahrzeugen hervorragendeignet. Der Start der Produktion ist für Ende 2006vorgesehen.
Neben einer umfassenden Produktpolitik gilt dasHauptaugenmerk hinsichtlich einer erfolgreichenZukunft auch einer professionellen Verkaufsstruktur.So wurde neben dem bestehenden Netzwerk vonkompetenten Handelspartnern vom HYMER-Konzernmit den Marken HYMER, Bürstner, LAIKA, Niesmann+Bischoff sowie von der Caravan GmbH & Co.Beteiligungs KG mit den Marken Dethleffs, LMC undTEC das EXPOCAMP gegründet. Die beteiligten Firmenverstehen das EXPOCAMP als permanente Caravaning-Messe: Maximal 600 Fahrzeuge sind auf18.000 m2 Ausstellungsfläche zu besichtigen. Dazugehören ein 3.000 m2 großer Werkstatt- und Servicebereichsowie ein 680 m2 großer Zubehörshop, indem das umfangreiche Angebot der Movera GmbH ziert.
Schwerpunkt der Aktivitäten werden dieOptimierung der Produktionsabläufe, die Steigerungder Produktivität und die Neustrukturierung derProduktentwicklung sein. Im Hinblick auf diese anstehendenAktivitäten wurde zum 1. Juli 2005 diePosition des Werkleiters neu besetzt. Ergänzend wurdenKaizen- und sonstige Maßnahmen eingeleitet, dieim laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt werden. EinMaßnahmenplan ergänzt die Aktivitäten, damitHymer France S.A.S. den angestrebten "turn around"erreicht.
Die im Zubehör-Großhandel tätige Movera GmbHsieht sich ebenfalls mit einem stagnierendenBinnenmarkt konfrontiert. Um das Geschäft zu beleben,forciert Movera beispielsweise Shopkonzepte, beidenen die Kunden durch die Koppelung von Warenangebotmit Dienstleistungskonzepten angesprochenwerden. Darüber hinaus wurden durch eine neueEDV-Software die Liefergeschwindigkeit und dieZuverlässigkeit beim Warenaustausch signifikanterhöht.
Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2004/05 bestärktuns in unserer Auffassung, an einer konservativenUnternehmensplanung festzuhalten, die auch möglicherweisemarktseitig auftretende Risiken berücksichtigt.Unter Berücksichtigung dieser Prämisse und unterEinbeziehung der vorliegenden Unternehmensdatenper 30.11.2005, die eine Umsatzsteigerung bei derHYMER AG um 6,3 % und im Konzern um 5,3 % ausweisen,sind wir ungeachtet schwieriger Marktbedingungenoptimistisch, unsere Absatz- undUmsatzziele, die leicht über dem Vorjahr liegen sollten,zu erreichen. Dabei ist aus heutiger Sicht schwereinzuschätzen, inwieweit die für 2007 vorgeseheneMehrwertsteuer-Erhöhung vorgezogene Kaufimpulseauslöst. Die bei der HYMER AG im laufendenGeschäftsjahr anstehenden zusätzlichen Aktivitätenbezüglich CAPRON und der Errichtung einerMontagehalle in Bad Waldsee mit einer Grundflächevon rund 24.000 m2 sowie nochmals gesteigerteAktivitäten im Rahmen der Produktentwicklung stelleneine große Herausforderung dar. Sie sind jedochBasis einer zukunftsorientierten Unternehmenspolitik,die auf eigenes Wachstum und Ertragsstärkeausgerichtet ist. Diese Zielsetzung gilt in gleichemMaße für die im HYMER-Konzern integrierten Firmen.
Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nachAbschluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.erhältlich ist. Die Grundsteinlegung für das an derAutobahn A3 in Wertheim gelegene Projekt erfolgteam 8. September 2005. Die Bauarbeiten auf dem62.000 m2 großen Areal sollen bis Ende April 2006abgeschlossen sein. Die offizielle Eröffnung ist fürSeptember 2006 geplant.
Neben diesen Maßnahmen im Produkt- und Marketingbereichwurden bei HYMER auch im Rahmen derStandortsicherung Arbeitsplätze geschaffen undgesichert, die auch zukünftig eine wettbewerbsfähigeProduktion garantieren.
Eine gesicherte Zukunft verspricht auch die Entwicklungder Tochterunternehmen Bürstner GmbHund LAIKA CARAVANS S.p.A.; beide Firmen genießenin der Branche und bei Kunden europaweit eine hoheAttraktivität und Akzeptanz. Der Anstieg der AbsatzundUmsatzzahlen der letzten Jahre und auch dieaktuelle Entwicklung lassen durchaus optimistischePrognosen zu.
So hat Bürstner, Marktführer bei teilintegriertenReisemobilen, seine Mobil-Palette gemäß vielen Kundenwünschenweiter ausgebaut. Außerdem wurde dieim vergangenen Jahr — bedingt durch die großeNachfrage nach Reisemobilen — ein wenig in denHintergrund gedrängte Kernkompetenz bei denCaravans mit attraktiven Grundrissen und innovativerAusstattung wieder neu belebt. Zeitgemäß ist auchdie neue Namensgebung für die einzelnen Produkte.Ehemals sehr technische Namen wurden ersetzt durchemotionale, einprägsame Namen wie Solano,Belcanto oder Trecento. Auch das neu eingerichtete,sehr moderne Kunden-Service-Center am ProduktionsstandortKehl dokumentiert eine für die Zukunfterfolgreiche Strategie.
Die Positionierung der LAIKA CARAVANS S.p.A. alsitalienische Luxusmarke erweist sich angesichts deraktuellen Verkaufszahlen als überdurchschnittlicherfolgreich. Die neu konzipierten Baureihen habeneine hohe Kundenakzeptanz gefunden und werdendazu beitragen, erfolgreich die Exportquote zu erhöhen.Der kurz bevorstehende Neubau einer dermodernsten, europäischen Reisemobil-Produktionsstättenwird eine weiterhin erfolgreiche Entwicklungim Rahmen des Gesamtkonzerns ermöglichen.
Die Hymer France S.A.S. fungiert weiterhin als reineProduktionsstätte. In Cernay werden die erfolgreicheCaravan-Kultbaureihe Eriba-Touring, die Premieren-Baureihe Eriba-Feeling sowie die speziell für denfranzösischen Markt konzipierten Reisemobile produziert.Schwerpunkt der Aktivitäten werden dieOptimierung der Produktionsabläufe, die Steigerungder Produktivität und die Neustrukturierung derProduktentwicklung sein. Im Hinblick auf diese anstehendenAktivitäten wurde zum 1. Juli 2005 diePosition des Werkleiters neu besetzt. Ergänzend wurdenKaizen- und sonstige Maßnahmen eingeleitet, dieim laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt werden. EinMaßnahmenplan ergänzt die Aktivitäten, damitHymer France S.A.S. den angestrebten "turn around"erreicht.
Die im Zubehör-Großhandel tätige Movera GmbHsieht sich ebenfalls mit einem stagnierendenBinnenmarkt konfrontiert. Um das Geschäft zu beleben,forciert Movera beispielsweise Shopkonzepte, beidenen die Kunden durch die Koppelung von Warenangebotmit Dienstleistungskonzepten angesprochenwerden. Darüber hinaus wurden durch eine neueEDV-Software die Liefergeschwindigkeit und dieZuverlässigkeit beim Warenaustausch signifikanterhöht.
Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2004/05 bestärktuns in unserer Auffassung, an einer konservativenUnternehmensplanung festzuhalten, die auch möglicherweisemarktseitig auftretende Risiken berücksichtigt.Unter Berücksichtigung dieser Prämisse und unterEinbeziehung der vorliegenden Unternehmensdatenper 30.11.2005, die eine Umsatzsteigerung bei derHYMER AG um 6,3 % und im Konzern um 5,3 % ausweisen,sind wir ungeachtet schwieriger Marktbedingungenoptimistisch, unsere Absatz- undUmsatzziele, die leicht über dem Vorjahr liegen sollten,zu erreichen. Dabei ist aus heutiger Sicht schwereinzuschätzen, inwieweit die für 2007 vorgeseheneMehrwertsteuer-Erhöhung vorgezogene Kaufimpulseauslöst. Die bei der HYMER AG im laufendenGeschäftsjahr anstehenden zusätzlichen Aktivitätenbezüglich CAPRON und der Errichtung einerMontagehalle in Bad Waldsee mit einer Grundflächevon rund 24.000 m2 sowie nochmals gesteigerteAktivitäten im Rahmen der Produktentwicklung stelleneine große Herausforderung dar.
Sie sind jedochBasis einer zukunftsorientierten Unternehmenspolitik,die auf eigenes Wachstum und Ertragsstärkeausgerichtet ist. Diese Zielsetzung gilt in gleichemMaße für die im HYMER-Konzern integrierten Firmen.Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nachAbschluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.