Geschäftsbericht 2006/07
HYMER in Zahlen
| WKN | 609670 |
| ISIN | DE0006069704 |
| Anzahl Stammaktien (in Stück) | 4.000.000 |
| Marktkapitalisierung (in Mio. €) ca. 286 | 31.08.2007 |
| Höchster Kurs 08.06.2007 (in €) | 96,50 |
| Tiefster Kurs 05.10.2006 (in €) | 57,50 |
| Schlusskurs am 31.08.2007 (in €) | 71,50 |
| Dividendenvorschlag (in €) | 1,32 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis 31.08.2007 | 11,39 | Ordentliche Hauptversammlung, |
| Weingarten | 13. Februar 2008 |
| Dividendenzahlung | 14. Februar 2008 |
Brief an die Aktionäre
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
Ihr Unternehmen hat das 50. Geschäftsjahr seit Bestehen erfolgreich abgeschlossen. Im Konzern haben wir mit Umsatzerlösen in Höhe von 869,9 Mio. Euro eine Steigerung um 107,1 Mio. Euro oder 14,0 % erzielt. In- und Auslandsabsatz haben gleichermaßen zu diesem Sprung beigetragen. Auf der Produktseite waren die Reisemobile die großen Umsatz- und Werttreiber.
Dieses hervorragende Resultat bei den Erlösen durften wir im Laufe der ersten Hälfte des Geschäftsjahres nicht erwarten. Die außerordentlichen Belastungen aus den Folgen der Modellwechsel beeinflussten unsere Geschäftsentwicklung anhaltend negativ. Doch mit vereinten Kräften haben wir diese schwierige Situation unter Kontrolle bekommen.
Das operative Ergebnis im Konzern bewegt sich mit 49,7 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis hat also nicht mit der Entwicklung des Umsatzes Schritt gehalten. Wir haben die extremen Belastungen der Kostensituation allerdings teilweise ausgleichen können. Insgesamt sind wir daher auch mit dem Abschluss des zurückliegenden Geschäftsjahres nicht unzufrieden. Bereits das fünfte Jahr in Folge hat der HYMER-Konzern Absatz und Umsatz erhöht. Das Ergebnis pro Aktie beläuft sich auf 6,28 Euro. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,32 Euro vorschlagen. Das entspricht der des Vorjahres.
Auch die Wertpapierbörsen haben die Leistungen unserer Unternehmensgruppe gewürdigt. An der Frankfurter Wertpapierbörse notierte die HYMER-Aktie am 1. September 2006 mit 69,50 Euro. Am 31. August 2007 belief sich der Kurs auf 71,50 Euro. Das ist eine leichte Steigerung um 2,00 Euro oder 2,9 Prozent. Der Tiefstkurs betrug am 5. Oktober letzten Jahres 57,50 Euro. Der Höchstkurs lag am 8. Juni 2007 bei 96,50 Euro.
Ihr Unternehmen hat darüber hinaus große Fortschritte erzielt. Das Management hat sowohl im Konzern als auch in den Tochtergesellschaften wichtige Entscheidungen getroffen und umgesetzt. Überdies haben wir strategisch maßgebliche Weichen für die Zukunft gestellt. Wir möchten Ihnen als Eigner des Unternehmens einen kurzen Überblick zu wichtigen Entwicklungen geben. Im vergangenen Geschäftsjahr hat die HYMER-Unternehmensgruppe die Grundlagen für weiteres Wachstum in der Zukunft geschaffen. Mit dem Bezug der neuen 24.000 Quadratmeter großen Montagehalle in Bad Waldsee hat der Konzern zusätzliche Fertigungskapazitäten gewonnen. Bei Hymer France in Cernay haben wir 2007 alle erforderlichen Maßnahmen für eine erfolgreiche Restrukturierung durchgeführt. Das Management rechnet im kommenden Jahr zwar mit einer weiteren Ergebnisbelastung, aber auch mit dem Abschluss des Projekts und künftig positiven Erträgen.
Die Gründung des mit Dethleffs gemeinsam betriebenen Fertigungsunternehmens CAPRON GmbH war ein wichtiger Schritt. Die Produktion von standardisierten Caravans und Reisemobilen von ausgezeichneter Qualität und zu besonders günstigen Preisen deckt ein beträchtlich wachsendes Marktsegment ab. Durch die Präsenz in dieser Marktnische wird der Konzern auch seine Wettbewerbsfähigkeit weiter steigern. Mit der Carado GmbH hat HYMER für die CAPRON-Freizeitfahrzeuge eine eigenständige, auf dieses spezielle Marktsegment ausgerichtete Vertriebsorganisation etabliert. Unser Produktportfolio repräsentiert eine komplette Modellpalette an Freizeitfahrzeugen. Der HYMER-Konzern kann die Wünsche und Anforderungen von fast jedem Kundentyp erfüllen. Bereits Ende des vergangenen Geschäftsjahres verfügte die Unternehmensgruppe über ein ebenso innovatives wie modernes Produktprogramm. Weitere Neuheiten werden 2008 unser Caravan- und Reisemobilangebot abrunden.
Auch die Sicherheit unserer Fahrzeuge liegt an der Spitze des Marktes. Das haben Crash-Tests 2007 erneut bewiesen. Mit seinen Produkten ist die HYMER-Unternehmensgruppe bestens für die Zukunft gerüstet.
Im Jahr 2007 haben zahlreiche Freizeitfahrzeuge aus dem HYMER-Konzern hochrangige Auszeichnungen gewonnen. Darunter war auch das besonders begehrte „Goldene Lenkrad 2006“ der Bild am Sonntag für Europas erfolgreichstes Reisemobil, die Hymermobil B-Klasse. Die Resonanz von Messen, die hohe Akzeptanz der Fachhändler und vor allem das Echo der Kunden bestätigen unsere dem Wettbewerb häufig überlegene Produktqualität.
Die starke Marktstellung des Konzerns kommt seit September 2006 auch im Caravaning-Center EXPOCAMP der HYMER-Gruppe im fränkischen Wertheim zum Ausdruck. Dort präsentieren sich das ganze Jahr über 400 Reisemobile aller Konzernmarken – eine in der Branche einmalige Exposition.
v Bei aller Zurückhaltung darf der HYMER-Konzern für sich in Anspruch nehmen, in Deutschland wie in Europa eine marktführende Position einzunehmen.
Frei nach dem Motto „Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen“ haben wir im Juni des Geschäftsjahres im Europa- Park Rust gezeigt, dass wir auch mit großer Freude feiern können. Auf das 50-jährige Jubiläum unseres Stammwerkes HYMER sind wir besonders stolz; nicht nur unserer Erfolge wegen. Heute beträgt die durchschnittliche Lebensdauer eines Unternehmens in Deutschland gerade einmal 15 Jahre. Wir visieren weitere 50 Jahre an. Anlässlich des Jubiläums haben wir verschiedene weitere Aktivitäten für unsere Kunden und in den Markt hinein gestartet. Die Reaktionen waren durchweg positiv.
Die Zielsetzung des HYMER-Konzerns ist kontinuierlich profitables Wachstum, um den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern. Die strategische Ausrichtung auf Märkte und Wettbewerb liegt dagegen in den Händen unserer Konzerngesellschaften. Mit der großen Nähe zu Markt und Kunden legen sie im Einzelnen fest, wie sie den Wettbewerb erfolgreich bestreiten. Diese Form der dezentralen Unternehmensführung halten wir für eine der Erfolgssäulen unseres Konzern. Sie überlässt den Geschäftsführern in den einzelnen Konzernunternehmen ebenso Entscheidungsspielräume wie die Ergebnisverantwortung. Wir werden dieses bislang erfolgreiche Konzept auch in Zukunft fortsetzen.
Zusammenfassend lässt sich feststellen: Der HYMER-Konzern ist mit seiner modernen Produktpalette und seinen auf unterschiedliche Märkte und Kunden ausgerichteten Marken strategisch hervorragend aufgestellt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir unsere Wettbewerbsfähigkeit erneut ausgebaut. Wir können mehr, als nur jedem Konkurrenten erfolgreich Paroli bieten. Insofern gehen wir optimistisch in das neue Geschäftsjahr.
Wir rechnen im laufenden Jahr mit einer Steigerung des Umsatzes und einer Verbesserung der Ergebnissituation. Ihnen, meine Damen und Herren Aktionäre, danken wir sehr herzlich für das in der Vergangenheit in uns gesetzte Vertrauen. Wir versichern Ihnen, dass wir auch in Zukunft alles unternehmen werden, um die Erfolgspotenziale des HYMER-Konzerns zu nutzen und die Ertragsseite weiter zu stärken.
Hans-Jürgen Burkert,
Dr. Reinhard Knüppel
Bericht des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2006/07 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen. Im Rahmen von fünf Aufsichtsratssitzungen berichtete der Vorstand ausführlich über die Lage und Entwicklung der Aktiengesellschaft sowie des Konzerns. Ergänzend unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat durch schriftliche Berichte über wesentliche Fragen und Entscheidungen.
Außerdem informierte der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden in Einzelgesprächen regelmäßig über den Markt und die einzelnen Unternehmen des Konzerns. Beherrschendes Thema war hierbei der chassisbedingte Modellwechsel, dessen Auswirkungen das gesamte Geschäftsjahr prägte. In enger Abstimmung wurden die Maßnahmen besprochen, die nach Auffassung des Vorstands notwendig waren, die Probleme der nicht termingerechten Materialbereitstellung, die wiederum zu Bandstillständen und unfertigen Fahrzeugen führten, zu lösen. Weitere Schwerpunktthemen waren wie in den Vorjahren die Entwicklung der Caravaningbranche in Europa sowie die Realisierung von Synergien innerhalb des Konzerns. Breiten Raum nahmen in diesem Zusammenhang auch die allgemeinen politischen sowie wirtschaftlichen Ereignisse und die daraus resultierenden Folgen für die Entwicklung der Unternehmen ein. Ebenso wurden im Rahmen von Konferenzen auf Geschäftsleitungsebene im Beisein des Aufsichtsratsvorsitzenden die Entwicklung gemeinsamer Aktivitäten außerhalb des HYMER-Konzerns zur Steigerung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Caravaningbranche diskutiert.
Von besonderer Bedeutung waren Leitgedanken, die die Produktion insgesamt betrafen. Vorrang hatten dabei Rationalisierungsvorhaben, neue Methoden in den Bereichen Logistik und Materialwirtschaft sowie die Schaffung neuer Planungsinstrumente. In diesem Zusammenhang wurde der Aufsichtsratsvorsitzende ausführlich über die Umsetzung des neuentwickelten Produktionslayouts in die Praxis und über die sich daraus ergebenden Potentiale informiert.
Der Aufsichtsrat hat sich eingehend mit den für den HYMER-Konzern wichtigen und bedeutsamen Entwicklungschancen, aber auch mit den jeweiligen Geschäftsrisiken befasst.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft und der Konzernabschluss zum 31. August 2007 sowie die zugehörigen Lageberichte sind von der Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Ravensburg, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Abschlussprüfer hat den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form über das Ergebnis seiner Prüfung unterrichtet und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.
Nach abschließendem Ergebnis seiner Prüfung stimmt der Aufsichtsrat dem Jahresabschluss, dem Konzernabschluss, dem Lagebericht und dem Konzernlagebericht des Vorstands sowie dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Konzernabschluss wurde vom Aufsichtsrat ebenfalls gebilligt. Der Vorstand hat außerdem einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen erstellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat dazu den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft an die verbundenen Unternehmen nicht unangemessen hoch war.
Nach abschließendem Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat gegen die Erklärung des Vorstandes über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen keine Einwände.
Die Unternehmensleitung, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Arbeitnehmervertreter haben in diesem Jahr wieder verantwortungsbewusst und konstruktiv zusammengearbeitet. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeitern der einzelnen Unternehmen des HYMER-Konzerns seinen Dank und seine Anerkennung für die geleistete Arbeit aus.
Bad Waldsee, im Dezember 2007
Erwin Hymer
(Aufsichtsratsvorsitzender)
Corporate Governance Bericht
Corporate Governance
Der Begriff „Corporate Governance“ bedeutet „Unternehmensführung und –kontrolle“ und bezeichnet die rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen, die mittelbar oder unmittelbar Einfluss auf die Führungsentscheidungen eines Unternehmens und somit auf den Unternehmenserfolg haben. Dabei sind effiziente Zusammenarbeit zwischen Geschäftsleitung und Aufsichtsgremien, Achtung der Aktionärsinteressen sowie Offenheit und Transparenz der Unternehmenskommunikation wesentliche Aspekte guter Corporate Governance.
Bei der HYMER AG ist Corporate Governance als fester Bestandteil der Unternehmenskultur verankert. Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat beschäftigen sich regelmäßig mit den nationalen und internationalen Entwicklungen im Bereich der Corporate Governance.
Allgemeines zur Führungsstruktur
Die HYMER AG unterliegt den Vorschriften des deutschen Aktien- und Drittelbeteiligungsgesetzes und den Kapitalmarktregelungen sowie den Bestimmungen der Satzung und der Geschäftsordnung für Vorstand und Aufsichtsrat. Mit ihren Organen Vorstand und Aufsichtsrat hat die HYMER AG eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur. Vorstand und Aufsichtsrat sind und fühlen sich den Interessen der Aktionäre und dem Wohle des Unternehmens verpflichtet. Die Hauptversammlung ist das dritte Organ des Unternehmens.
Der Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern. Er ist gemäß dem deutschen Drittelbeteiligungsgesetz zu 2/3 mit Anteilseigner- und zu 1/3 mit Arbeitnehmervertretern besetzt. Die Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung, die Vertreter der Arbeitnehmer nach den Vorschriften des Drittelbeteiligungsgesetzes gewählt. Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens.
Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sieht als einen Bestandteil des Überwachungs- und Kontrollprozesses klare und transparente Verfahren und Strukturen vor. Der Aufsichtsrat hat hierbei die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands näher festgelegt. Ein intensiver, kontinuierlicher Dialog zwischen Aufsichtsrat und Vorstand ist die Basis für eine effiziente Unternehmensleitung.
Der Vorstand
Der Vorstand der HYMER AG leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Er ist an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Des Weiteren ist er verantwortlich für die Planung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der gesetzlich erforderlichen Berichte, wie Jahres-/Konzernabschlüsse und Zwischenberichte.
Er trägt ferner Sorge für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling sowie eine regelmäßige, zeitnahe und umfassende Berichterstattung an den Aufsichtsrat über alle für den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Unternehmensplanung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements.
Eine Geschäftsordnung regelt die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit im Vorstand. Maßnahmen und Geschäfte von grundlegender Bedeutung werden den Anteilseignern und dem Kapitalmarkt rechtzeitig mitgeteilt, um die Entscheidungsprozesse auch unterjährig transparent und die Kapitalmarktteilnehmer ausreichend informiert zu halten. Wesentliche Geschäfte bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats.
Die Hauptversammlung
Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die HYMER AG verfügt nur über voll stimmberechtigte Aktien. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet innerhalb der ersten acht Monate eines jeden Geschäftsjahrs statt. Die Tagesordnung für die Hauptversammlung einschließlich der für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen werden auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht.
Zur Erleichterung der persönlichen Wahrnehmung ihrer Rechte stellt die HYMER AG den Aktionären für die ordentliche Hauptversammlung einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter zur Verfügung. In der Einberufung der Hauptversammlung wird erläutert, wie im Vorfeld der Hauptversammlung Weisungen zur Stimmrechtsausübung erteilt werden können. Daneben bleibt es den Aktionären unbenommen, sich durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl vertreten zu lassen. Das Anmelde- und Legitimationsverfahren entspricht dem gesetzlich vorgeschriebenen und internatinonal üblichen „Record Date“- Verfahren. Hierbei gilt der 21. Tag vor der Hauptversammlung als maßgeblicher Stichtag für die Legitimation und Anmeldung der Aktionäre.
Transparenz
Die HYMER AG nutzt zur zeitnahen Information der Aktionäre und Anleger die Webseite des Unternehmens „www.hymer.com“. Neben dem Konzern- und Jahresabschluss sowie den Zwischenberichten werden Anteilseigner und Dritte in der Form von Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen über aktuelle Entwicklungen informiert. Die HYMER AG publiziert einen Finanzkalender zu allen wesentlichen Terminen und Veröffentlichungen der Gesellschaft mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der HYMER AG wird nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der HYMER AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt.
Vor Unterbreitung des Wahlvorschlags in der Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat ein Angebot und die Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Der Abschlussprüfer wurde vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats gebeten, alle während der Prüfungsdurchführung auftretenden Sachverhalte, die im weitesten Sinne die Aufgaben des Aufsichtsrates zu wesentlichen Feststellungen oder Vorkommnissen betreffen, unverzüglich zu berichten, soweit diese nicht unmittelbar beseitigt werden können.
Entsprechenserklärung - Deutscher Corporate Governance Kodex
Der Deutsche Corporate Governance Kodex beinhaltet Empfehlungen und wesentliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Ziel des Deutschen Corporate Governance Kodex ist es, das deutsche Corporate Governance System transparent und nachvollziehbar zu machen und somit das Vertrauen der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften zu fördern. Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde zuletzt am 14. Juni 2007 durch die Regierungskommission aktualisiert.
Aus diesem Anlass hatten Vorstand und Aufsichtsrat der HYMER AG sich ausführlich mit den neuen Empfehlungen auseinandergesetzt und die Entsprechenserklärung im Dezember 2007 aktualisiert. Abweichungen zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 14. Juni 2007 wurden dargelegt und begründet. Die Entsprechenserklärung einschließlich der Begründung der Abweichungen findet sich in diesem Geschäftsbericht.
Die aktuelle sowie die vorherigen Fassungen der Entsprechenserklärung sind den Aktionären über die Webseite „www.hymer.com“ dauerhaft zugänglich gemacht.
Risikomanagement
Das bestehende Risikomanagementsystem der HYMER AG ist darauf ausgelegt, geschäftliche und finanzielle Risiken, denen das Unternehmen im Rahmen seiner Tätigkeit ausgesetzt ist, aufzudecken, zu erfassen, zu bewerten und zu steuern. Die einzelnen Elemente des Überwachungssystems liefern verlässliche Informationen zur aktuellen Risikolage und unterstützen die Dokumentation, Risikoprüfung und Schwachstellenbehebung. Sie tragen somit zu einer Minimierung der aus den Risiken potenziell entstehenden Kosten bei. Ausführliche Informationen zu dem Risikomanagementsystem der HYMER AG finden sich im Konzernlagebericht.
Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte
Im Geschäftsjahr 2006/07 gab es keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte.
Anteilsbesitz der Organe Der Anteilsbesitz der Organe der HYMER AG wird im Anhang des Konzernabschlusses angegeben.
„Jährliches Dokument“ gemäß § 10 Wertpapierprospektgesetz
Das „Jährliche Dokument“ gemäß § 10 Abs. 1 Wertpapierprospektgesetz ist auf der Webseite „www.hymer.com“ unter der Rubrik „Investor Relations“ veröffentlicht und kann dort eingesehen werden.
Vergütungsbericht im Corporate Governance Bericht
Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Anhang des Konzernabschlusses aufgeführt.
Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands
Das Vergütungssystem der HYMER AG basiert auf den Grundsätzen der Leistungs- und Ergebnisorientierung und repräsentiert eine Unternehmenskultur von Leistung und Gegenleistung. Die Gesamtvergütung des Vorstands umfasst erfolgsunabhängige und erfolgsbezogene Bestandteile. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum und Sachbezügen. Die erfolgsbezogenen Vergütungsteile enthalten jährlich wiederkehrende, an den geschäftlichen Erfolg gebundene Komponenten.
Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Gesamtvorstands, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung des Marktumfelds.
Die Verträge der Vorstandsmitglieder enthalten keine Zusagen für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit, die in ihrer rechtlichen Ausgestaltung von den den Arbeitnehmern erteilten Zusagen erheblich abweichen. Weitere Informationen zu den Gesamtbezügen des Vorstands befinden sich im Anhang des Konzernabschlusses. Eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsgehälter erfolgt gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 08.03.2006 nicht.
Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme
Es existieren keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme bei der HYMER AG.
Erläuternder Bericht des Vorstands
zu den Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB im Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2006/07
Der Vorstand der HYMER AG hat im Lagebericht für die Gesellschaft und im Konzernlagebericht die nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben gemacht. Nach Maßgabe von § 120 Abs. 3 S. 2 AktG wird hierzu folgender Bericht abgegeben:
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital der HYMER AG in Höhe von € 12.000.000,-- ist eingeteilt in 4.000.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien), die jeweils die gleichen Rechte, insbesondere die gleichen Stimmrechte, gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht.
Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Beteiligungen von über 10 % am Kapital Am Grundkapital der HYMER AG bestehen nach Kenntnis des Vorstands und auf Grundlage der bei der Gesellschaft eingegangenen wertpapierrechtlichen Mitteilungen folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:
Aktien mit Sonderrechten
Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung
Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.
Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen
Der Vorstand der HYMER AG besteht aus einer oder mehreren Personen; dies gilt unabhängig von der Höhe des Grundkapitals. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84 und 85 AktG. Mit Ausnahme einer gerichtlichen Ersatzbestellung ist für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Vorstandsmitglieder auf höchstens 5 Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens 5 Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.
Für die Änderung der Satzung der HYMER AG gelten die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 179, 133 AktG.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien
Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 7. März 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt € 6.000.000,-- durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zu erhöhen. Die Kapitalerhöhungen können gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erfolgen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen: Für die aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehenden Spitzenbeträge; für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der Erwerb des Unternehmens oder der Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnberechtigung zu bestimmen sowie die weiteren Einzelheiten einer Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und das für die neuen Aktien zu leistende Entgelt festzusetzen sowie die Einräumung des Bezugsrechts im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG festzusetzen. Eine Ermächtigung zur Ausnützung eines bedingten Kapitals besteht nicht. Eine Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung zum Erwerb eigener Aktien besteht ebenfalls nicht.
Wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft mit sogenannten Change-of-Control-Klauseln
Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft
Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen sind.
Bad Waldsee, im November 2007
HYMER AG
Der Vorstand
Entsprechenserklärung 2006/07
Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der HYMER AG zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gem. § 161 AktG: -
1. Die Hymer AG hat seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2006, die sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 12. Juni 2006 bezog, sämtlichen Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ dieser Fassung sowie den der Fassung vom 14. Juni 2007 mit folgenden Abweichungen entsprochen:
Zu 3.8:
Die Gesellschaft hatte bereits vor Inkrafttreten des Kodex eine Deckungszusage über eine D&O-Versicherung vorliegen, die keinen Selbstbehalt vorsieht.
Zu 4.2.1:
Von der Bestellung eines Vorstandsvorsitzenden oder eines Sprechers des Vorstands wird abgesehen. Die HYMER AG wird durch zwei Vorstände vertreten. Die Gleichordnung beider Vorstände hat sich in der HYMER AG sehr bewährt.
Zu 4.2.3 Satz:
Die Einführung von Aktienoptionsmodellen als variable Vergütungskomponenten für Vorstandsmitglieder ist nicht vorgesehen. Eine langfristige Anreizwirkung für den Vorstand soll weiterhin durch solche variable Vergütungskomponenten erzielt werden, die sich am erzielten Unternehmensergebnis messen lassen. Die Vergütung des einzelnen Vorstands setzt sich damit weiterhin allein aus fixen und erfolgsorientierten Komponenten zusammen.
Zu 4.2.4:
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 08.03.2006 werden die Vorstandsvergütungen für die Geschäftsjahre bis zum 31.08.2010 nicht individualisiert offengelegt.
Zu 5.1.2:
Eine Altersgrenze für Vorstände ist nicht festgelegt.
Zu 5.2 / 5.3.1 / 5.3.2 / 5.3.3:
Der 6-köpfige Aufsichtsrat hat bisher davon abgesehen, Ausschüsse zu bilden. Ein gleichmäßiger Informationsfluss aller unternehmens- und entscheidungsrelevanten Belange an alle Aufsichtratsmitglieder kann auf diese Weise sehr gut erreicht werden. Dies gilt auch für Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements, der Compliance und der Beauftragung des Abschlussprüfers für die Gesellschaft. Ausschüsse sollen erst bei entsprechendem Bedarf gebildet werden.
Zu 5.4.1:
Von der Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wird abgesehen. Über die Bestellung der Aufsichtsratsmitglieder soll weiterhin die Hauptversammlung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen frei entscheiden, ohne an eine Altersgrenze gebunden zu sein.
Zu 5.4.2:
Dem Aufsichtsrat gehören auch Mitglieder an, die Organfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern ausüben. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist Gründer und Hauptaktionär der HYMER AG. Zugleich ist er Gesellschafter anderer Wettbewerbsfirmen. Die dadurch möglich gewordenen Synergieeffekte wirken sich sehr zum Vorteil unserer Gesellschaft und damit zum Vorteil der Aktionäre aus.
Zu 5.4.7 / 6.6:
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wurde durch den Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Januar 2001 geregelt und besteht aus einem Fixum. Die geforderten Angaben werden im Geschäftsbericht unter „Konzernabschluss” abgedruckt. Die Veröffentlichung von Aktienkäufen/-verkäufen durch Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder erfolgt auf der Webseite der Gesellschaft.
Zu 7.1.2:
Die Gesellschaft wird den Konzernabschluss im gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum von vier Monaten veröffentlichen.
-
2. Die Hymer AG wird den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 14. Juni 2007 mit den unter Ziffer 1 genannten Abweichungen entsprechen.
Erläuterung zum Einzelabschluss der HYMER AG
Umsatz- und Ergebnisentwicklung der HYMER AG
Verkürzte Wiedergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts der HYMER Aktiengesellschaft nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB).Die Geschäftsentwicklung war geprägt durch den chassisbedingten Modellwechsel, der zu massiven Problemen geführt hat. Nicht termingerechte Materialbereitstellungen, die sowohl zu Bandstillständen als auch hohen Fahrzeugbeständen führten, verursachten erhebliche zusätzliche Aufwendungen und Kosten.
Erfreulicherweise haben sich die Aktivitäten und Maßnahmen zur Bewältigung der Probleme als erfolgreich erwiesen und die Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr positiv geprägt.
Die HYMER AG mit ihren Marken Hymer, Niesmann+ Bischoff, Eriba sowie Carado hat ihre Umsatzerlöse von 364,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 424,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2006/07 gesteigert. Das ist ein deutlicher Zuwachs von 59,7 Mio. Euro oder 16,4 %. Im Berichtszeitraum entfielen vom Gesamtumsatz 181,3 Mio. Euro (Vj. 147,9 Mio. Euro) auf das Inlandsgeschäft. Im Vergleich zum Vorjahr nahm das Volumen im Inland um 33,4 Mio. Euro oder 22,6 % zu. Das Exportgeschäft verbesserte sich um 26,3 Mio. Euro oder 12,1 % auf 243,0 Mio. Euro (Vj. 216,7 Mio. Euro).
Der Anteil des Caravanbereichs an den Umsatzerlösen belief sich auf 55,4 Mio. Euro (Vj. 56,6 Mio. Euro). Das ist ein leichter Rückgang um 2,1 Prozentpunkte auf 13,1 % der Gesamtumsätze. Die Reisemobile steuerten 350,0 Mio. Euro (Vj. 290,9 Mio. Euro) und die sonstigen Bereiche 18,8 Mio. Euro (Vj. 17,1 Mio. Euro) zum Gesamtumsatz der HYMER AG bei. Das Umsatzvolumen 2006/07 beruhte auf einem Absatz von 4.523 (Vj. 4.976) Caravans und 7.503 (Vj. 6.610) Reisemobilen.
Einerseits hat die Gesellschaft das Geschäftsjahr mit über Erwarten guten Umsatzsteigerungen abgeschlossen. Auch der deutlich wachsende Absatz der Reisemobile ist erfreulich. Dagegen ist der Vorstand mit den rückläufigen Verkäufen der Caravans nicht zufrieden. Unter Berücksichtigung der schwierigen Rahmenbedingungen mit Chassis- und Modellwechseln sowie Lieferengpässen verlief das Geschäftsjahr jedoch insgesamt erfolgreich.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf 20,5 Mio. Euro (Vj. 21,4 Mio. Euro). Das ist ein Rückgang um 0,9 Mio. Euro oder 4,2 %. Insbesondere die Erhöhung des Materialaufwands um 51,0 Mio. Euro auf 313,6 Mio. Euro (Vj. 262,6 Mio. Euro) beeinflusste das Ergebnis negativ, da die Materialeinsatzquote mit 73,6 % merklich über dem Vorjahreswert von 71,4 % liegt. Dagegen sind die Personalkosten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Verhältnis zur Gesamtleistung weniger stark angestiegen (von 55,4 Mio. Euro auf 61,3 Mio. Euro). Die Abschreibungen lagen mit 9,1 Mio. Euro um 41,4 % über dem Vorjahreswert (6,4 Mio. Euro).
Aufgrund höherer Bankverbindlichkeiten und unter Berücksichtigung des höheren Marktzinsniveaus sind die Zinsaufwendungen um 1,1 Mio. Euro angestiegen.
Zum 31. August 2007 schloss die HYMER AG mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 14,4 Mio. Euro (Vj. 14,5 Mio. Euro). Das Ergebnis bewegte sich im Geschäftsjahr 2006/07 auf nahezu unverändertem Niveau im Vergleich zur Vorjahresperiode.
Bilanzstruktur der HYMER AG
Die Bilanzsumme der HYMER AG legte im Geschäftsjahr 2006/07 um 41,0 Mio. Euro oder 16,8 % auf 284,9 Mio. Euro (Vj. 243,9 Mio. Euro) zu. Der Anstieg des Anlagevermögens von 105,2 Mio. Euro auf 117,0 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf die Investition für die neue Produktionshalle und deren Einrichtung zurückzuführen. Sowohl die Vorräte als auch die Position „Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände“ nahmen signifikant um jeweils rund 20 % zu. Die höheren Forderungsbestände resultieren aus umfangreichen Fahrzeugauslieferungen kurz vor dem Bilanzstichtag. Der Anstieg der Vorräte betrifft höhere Bestände an Fahrgestellen und an fertigen Fahrzeugen. Die Schwankung bei den Chassisbeständen ist aufgrund der im Einkauf gegebenen Losgrößen nicht ungewöhnlich. In den höheren Fertigfahrzeugbeständen schlägt sich insbesondere das ausgeweitete Geschäftsvolumen nieder. Das Umlaufvermögen summierte sich zum Ende des Berichtszeitraums auf 166,6 Mio. Euro (Vj. 137,1 Mio. Euro). Das ist ein Zuwachs von 29,5 Mio. Euro oder 21,5 % gegenüber dem Vorjahr.
Die HYMER AG verbesserte das Eigenkapital um 9,2 Mio. Euro oder 8,2 % auf 120,6 Mio. Euro (Vj. 111,4 Mio. Euro). Die Gesellschaft verzeichnete zum Bilanzstichtag 31. August 2007 eine leicht rückläufige Eigenkapitalquote von 42,3 % (Vj. 45,7 %).
Dies resultiert vor allem aus den höheren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Bedingt durch die Investitionen sowie die Finanzierung der höheren Vorräte und Forderungen stiegen diese um 35,8 Mio. Euro auf 137,8 Mio. Euro (Vj. 102,0 Mio. Euro). Dagegen stand ein Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 4,2 Mio. Euro auf 4,8 Mio. Euro (Vj. 9,0 Mio. Euro). Ingesamt belasteten Verbindlichkeiten in Höhe von 147,4 Mio. Euro (Vj. 115,0 Mio. Euro) die HYMER AG. Das ist ein Anstieg von 32,4 Mio. Euro oder 28,2 %.
Vorschlag zur Gewinnverwendung
Der Jahresabschluss zum 31. August 2007 sowie der Lagebericht 2006/07 wurden von uns nach den gesetzlichen Vorschriften erstellt.Der Jahresabschluss zum 31. August 2007 weist einen Bilanzgewinn von € 7.222.813,46 aus. Im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
Geschäftsentwicklung
Die Geschäftsentwicklung war geprägt durch den chassisbedingten Modellwechsel, der zu massiven Problemen geführt hat. Nicht termingerechte Materialbereitstellungen, die sowohl zu Bandstillständen als auch hohen Fahrzeugbeständen führten, verursachten erhebliche zusätzliche Aufwendungen und Kosten. Dies zeigte sich bereits in den Halbjahreszahlen zum 28. Februar 2007, wonach trotz deutlich angestiegener Auftragsbestände die Umsatzsteigerung gegenüber dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2005/06 nur 11,9 Mio. Euro oder 3,2 % betrug und die Gesamtleistung lediglich um 0,2 % stieg. Erfreulicherweise haben sich die Aktivitäten und Maßnahmen zur Bewältigung der Probleme als erfolgreich erwiesen und die Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr positiv geprägt. Dementsprechend hat sich die Erwartung des Vorstands im Zwischenbericht 2006/07, den Vorjahresumsatz deutlich zu übertreffen, als realistisch erwiesen.Mit einer Umsatzsteigerung um 107,1 Mio. Euro oder 14,0 % auf 869,9 Mio. Euro verzeichnet der HYMERKonzern das bisher höchste Wachstum in der Firmengeschichte. Vom Gesamtumsatz in Höhe von 869,9 Mio. Euro (Vj. 762,8 Mio. Euro) entfallen 298,9 Mio. Euro auf den Inlandsverkauf. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Umsatzsteigerung um 46,6 Mio. Euro oder 18,5 %, die fast ausschließlich auf Zuwächse beim Reisemobil zurückzuführen ist (plus 46,3 Mio. Euro).
Eine vergleichbare Entwicklung ist auch im Export zu verzeichnen. Mit einer Umsatzsteigerung in Höhe von 60,5 Mio. Euro oder 11,9 %, die ebenfalls fast ausschließlich auf das Reisemobil (plus 59,0 Mio. Euro) zurückzuführen ist, wurde ein absoluter Spitzenwert erreicht. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Frankreich, Großbritannien, Italien und die Niederlande die wichtigsten Exportmärkte des HYMER-Konzerns.
Der Caravanbereich hatte am Gesamtumsatz einen Anteil von 127,5 Mio. Euro, ein Minus von 4,5 Mio. Euro oder 3,4 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Reisemobile steuerten einen Anteil in Höhe von 678,9 Mio. Euro (Vj. 573,6 Mio. Euro) bei, ein Plus von 105,3 Mio. Euro oder 18,4 %. Der Umsatzanteil der Sonstigen Umsätze betrug 63,5 Mio. Euro (Vj. 57,2 Mio. Euro).
Insgesamt basiert dieses Umsatzvolumen auf einem Absatz von 26.002 (Vj. 25.438) Freizeitfahrzeugen, die sich in 10.187 (Vj. 11.355) Caravans und 15.815 (Vj. 14.083) Reisemobile aufteilen. Insbesondere das starke Wachstum beim Reisemobil belegt, dass der HYMER-Konzern den Chassiswechsel erfolgreich genutzt hat, um seine Modellpalette entsprechend den Erfordernissen des Marktes neu und zukunftsorientiert auszurichten.
Im Dezember 2006 hat die CAPRON GmbH planmäßig die Produktion von im preiswerten Marktsegment positionierten Caravans und Reisemobilen aufgenommen.
Der Verkauf dieser Fahrzeuge soll vorzugsweise über die bereits bestehende Händlerorganisation erfolgen und die vom Handel angebotene Modellpalette abrunden. Die Markteinführung ist planmäßig verlaufen, insbesondere im Exportbereich wurden die Erwartungen übertroffen. Nicht erfüllt haben sich dagegen die Absatzerwartungen für die bei Hymer France S.A.S. in Cernay produzierten Freizeitfahrzeuge. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Absatzzahlen beim Caravan um 353 Stück oder 14,4 % und beim Reisemobil um 65 Stück bzw. 9,2 % reduziert. Insbesondere der anhaltende Rückgang des Reisemobilabsatzes und damit verbunden der Produktionszahlen sowie verstärkt aufgetretene Störfaktoren, die den Produktionsablauf belasteten, haben uns veranlasst, zum Geschäftsjahresende eine teilweise Verlagerung der Reisemobilfertigung an den Standort Bad Waldsee vorzunehmen.
Insgesamt ergibt sich unter Berücksichtigung der Einzelergebnisse der HYMER AG, Hymer France S.A.S., CAPRON GmbH, Bürstner Gruppe, Laika Caravans S.p.A. und Movera GmbH für den HYMER-Konzern ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 39,0 Mio. Euro (Vj. 44,2 Mio. Euro).
Dies entspricht der Unternehmensplanung und ist angesichts der mehrfach beschriebenen Schwierigkeiten als Erfolg zu bezeichnen.
Ertragslage
Der Konzern hat die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2006/07 gegenüber dem Vorjahr um 93,8 Mio. Euro oder 12,0 % auf 877,8 Mio. Euro gesteigert. Für diesen deutlichen Zuwachs ist vor allem das starke Plus beim Absatz der Reisemobile verantwortlich. Sowohl die Bestandserhöhung als auch die Erträge aus aktivierten Eigenleistungen fielen geringer aus als im Vorjahr. Die Bestandserhöhung bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen verringerte sich um 11,2 Mio. Euro oder 82,9 % auf 2,3 Mio. Euro. Die Erträge aus der Aktivierung von Eigenleistungen (insbesondere Entwicklungskosten) gingen um 2,0 Mio. Euro oder 26,2 % auf 5,6 Mio. Euro zurück. Die Materialaufwendungen legten etwas überproportional um 85,5 Mio. Euro oder 15,6 % auf 634,1 Mio. Euro zu. Der Konzern verzeichnete so eine höhere Materialaufwandsquote in Höhe von 72,2 % (Vj. 70,0 %). Dies ist insbesondere eine Folge von Mehraufwendungen im Zusammenhang mit dem Chassiswechsel.Die Personalaufwendungen sind um 9,8 Mio. Euro oder 8,1 % auf 130,3 Mio. Euro gestiegen. Die Personalaufwandsquote im Konzern ist dagegen von 15,3 % im Vorjahr auf 14,8 % zurückgegangen.
Die Abschreibungen haben sich auf 19,8 Mio. Euro (Vj. 15,4 Mio. Euro) erhöht. Das ist eine Steigerung um 4,4 Mio. Euro oder 28,3 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegten sich mit 55,0 Mio. Euro (Vj. 56,4 Mio. Euro) fast auf Vorjahresniveau. Die Abnahme betrug 1,4 Mio. Euro oder Minus 2,5 %. Die Quote im Verhältnis zur Gesamtleistung ging von 7,2 % im Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte auf 6,3 % zurück.
Das operative Ergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern) hat sich trotz der deutlich gesteigerten Gesamtleistung nicht verbessert. Der Konzern verzeichnete nach 50,9 Mio. Euro im Vorjahr ein operatives Ergebnis von 49,7 Mio. Euro. Das ist ein leichter Rückgang um 1,2 Mio. Euro oder 2,4 %. Ursache für diese Ergebnisentwicklung sind insbesondere der überproportional gestiegene Materialaufwand sowie die höheren Abschreibungen.
Das Finanzergebnis hat mit Minus 10,7 Mio. Euro (Vj. Minus 6,7 Mio. Euro) nachgegeben. Der Rückgang belief sich auf 4,0 Mio. Euro oder 59,7 %. Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit 39,0 Mio. Euro um 5,2 Mio. Euro oder 11,8 % unter dem Vorjahr.
Die Ertragsteuerlast hat sich mit 13,5 Mio. Euro gegenüber 17,2 Mio. Euro im Vorjahr um 3,7 Mio. Euro oder 21,5 % verringert. Ursache ist insbesondere der auf 30 % reduzierte Steuersatz aufgrund der anstehenden Unternehmenssteuerreform in Deutschland mit einem entsprechenden Effekt auf die latenten Steuern zum 31. August 2007.
Beim HYMER-Konzern ist ein passiver latenter Steuerüberhang zu verzeichnen, so dass die künftig niedrigere Steuerbelastung im Geschäftsjahr 2006/07 zu einer Entlastung des Steueraufwands geführt hat. Das Ergebnis nach Steuern fiel mit 25,5 Mio. Euro (Vj. 27,1 Mio. Euro) um 1,6 Mio. Euro oder 5,9 % geringer aus.
Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 6,28 Euro nach 6,72 Euro im Vorjahr. Das ist ein Rückgang um 0,44 Euro oder 6,5 %.
Vermögens- und Kapitalstruktur
Der HYMER-Konzern hat die Bilanzsumme zum Stichtag 31. August 2007 um 75,6 Mio. Euro oder 17,9 % auf 497,9 Mio. Euro (Vj. 422,3 Mio. Euro) gesteigert. Auf der Aktivseite haben die langfristigen Vermögenswerte um 11,9 % und die kurzfristigen Vermögenswerte um 20,8 % zugenommen.Hervorzuheben sind die immateriellen Vermögenswerte mit einem deutlichen Anstieg um 32,3 % oder 4,1 Mio. Euro auf 16,9 Mio. Euro. Hier schlagen sich der Ansatz von aktivierten Entwicklungskosten sowie die weiteren Anzahlungen für das neue ERP-System nieder. Die Zunahme des Sachanlagevermögens um 9,3 Mio. Euro oder 7,9 % auf 127,5 Mio. Euro ist vorwiegend auf Investitionen am Standort Bad Waldsee und in Ersatzinvestitionen zurückzuführen.
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte haben sich um 2,9 Mio. Euro oder 73,4 % auf 6,9 Mio. Euro erhöht. Das erheblich gestiegene Geschäftsvolumen verursachte eine Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte auf 343,5 Mio. Euro nach 284,3 Mio. Euro im Vorjahr. Das ist ein Zuwachs um 59,2 Mio. Euro oder 20,8 %. Für diese Zunahme sind sowohl der Anstieg der Vorräte um 18,4 % wie auch das gewachsene Volumen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 39,7 % verantwortlich.
Die Forderungen sind vor allem wegen umfangreicher Auslieferungen kurz vor dem Bilanzstichtag angestiegen. Die höheren Vorräte betreffen insbesondere die Chassisbestände. Aufgrund der Losgrößen im Chassiseinkauf sind derartige Schwankungen nicht unüblich. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich im Wesentlichen aus debitorischen Kreditoren, Bonusforderungen gegen Fahrzeughersteller, Darlehensforderungen, Forderungen gegen Versicherungen sowie aus sonstigen Forderungen zusammen.
Die Passivseite ist charakterisiert durch eine Zunahme des Eigenkapitals, einen Rückgang der langfristigen Schulden sowie einen Anstieg der kurzfristigen Schulden. Das Eigenkapital verbesserte sich auf 198,6 Mio. Euro (Vj. 178,4 Mio. Euro). Das ist ein Zuwachs um 20,2 Mio. Euro oder 11,3 %. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 39,9 % (Vj. 42,3 %). Sie nahm gegenüber dem Vorjahr als Folge der ausgeweiteten Bilanzsumme um 2,4 Prozentpunkte ab.
Die Eigenkapitalrendite auf der Bemessungsgrundlage des Ergebnisses vor Ertragsteuern war rückläufig und betrug 20,7 % (Vj. 26,4 %). Hier wirkten sich das gegenüber dem Vorjahr geringere Ergebnis vor Ertragsteuern und das höhere Eigenkapital aus. Die Gewinnrücklagen stiegen auf 172,4 Mio. Euro (Vj. 152,5 Mio. Euro) an. Das ist eine Verbesserung um 19,9 Mio. Euro oder 13,0 %.
Die langfristigen Schulden sind deutlich von 73,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 48,5 Mio. Euro gesunken. Das ist ein Rückgang um 25,1 Mio. Euro oder 34,1 %.
Die kurzfristigen Schulden haben auf 250,8 Mio. Euro (Vj. 170,2 Mio. Euro) zugenommen. Sie haben damit um 80,6 Mio. Euro oder 47,4 % zugelegt. Besonders auffällig sind in dieser Gruppe die sonstigen finanziellen Schulden mit einem Anstieg auf 188,4 Mio. Euro (Vj. 106,2 Mio. Euro). Dieser Zuwachs um 82,2 Mio. Euro oder 77,4 % ist im Wesentlichen auf die höheren Bankschulden zurückzuführen.
Dagegen haben die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 32,3 Mio. Euro (Vj. 37,7 Mio. Euro) abgenommen. Das ist ein Rückgang um 5,4 Mio. Euro oder 14,3 %.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhen sich um 4,5 Mio. Euro oder 23,8 % auf 23,4 Mio. Euro (Vj. 18,9 Mio. Euro).
Forschung und Entwicklung
Jede Gesellschaft bzw. jeder Produktionsstandort des HYMER-Konzerns verfügt über eigene Entwicklungskapazitäten. Die Arbeiten für Forschung und Entwicklung in der Unternehmensgruppe umfassen keine Grundlagenforschung. Sie sind vielmehr gezielt auf die Entwicklung von Anwendungslösungen ausgerichtet. Die Tätigkeit der Entwickler umfasst sowohl die ständige Optimierung der Produktionsprozesse als auch die Weiterentwicklung wie Verbesserung von Komponenten, Systemen und Produkten.In diesem Zusammenhang werden auch Design- und Ingenieurleistungen Dritter in Anspruch genommen. Die Tätigkeit der Entwicklungsbereiche ist für die HYMERGruppe im Blick auf den Markterfolg von ausschlaggebender Bedeutung. Die Kunden legen großen Wert auf Neuerungen. Die Entwickler leisten so einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der Marktposition und Wettbewerbsfähigkeit.
Innovationen sind auch in Zukunft ein wesentlicher Erfolgsfaktor beim Verkauf und der Vermarktung der Freizeitfahrzeuge aus dem HYMER-Konzern. Ein Großteil des Engagements der Entwickler galt in den vergangenen zwei Jahren dem Wechsel der Chassis bei sämtlichen Baureihen. Das Ergebnis ist eine hoch innovative Produktpalette.
Sie entspricht den neuesten Abgasstandards der Europäischen Union ebenso wie höchsten Anforderungen bei Fahrsicherheit und -dynamik. Neben verschiedenen Außendesigns war im abgelaufenen Geschäftsjahr die Innenraumgestaltung der Fahrzeuge der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten. Die Erweiterung der Produktpalette erfolgte nur mehr in begrenztem Umfang.
Die im Geschäftsjahr 2006/07 aktivierten Entwicklungskosten beliefen sich auf 5,3 Mio. Euro. Sie lagen damit um 24,9 % unter dem Vorjahr. Die Herstellungskosten für Entwicklung umfassen ausschließlich die direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten. Die planmäßige Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beginnt mit der Markteinführung des jeweiligen neuen Modells. Die Abschreibung läuft linear über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer. Sie beträgt in der Regel fünf Jahre.
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2006/07 hat der HYMER-Konzern 33,8 Mio. Euro nach 40,3 Mio. Euro im Vorjahr vorwiegend in Sachanlagen investiert. Das ist ein Rückgang um 6,5 Mio. Euro.Der Großteil dieser Investitionen wurde von der HYMER AG für die neue Produktionshalle und deren technische Ausstattung am Standort Bad Waldsee eingesetzt. Alle Konzernunternehmen investierten überdies in die Entwicklung bzw. Anschaffung von neuen Werkzeugen. Sie waren durch die Einführung der neuen Modelle infolge der Chassiswechsel notwendig. Das darüber hinausgehende Investitionsvolumen setzte der Konzern für Investitionen in den Maschinenpark sowie in die Modernisierung der Geschäfts- und Betriebsausstattung ein. Ziel war die weitere Optimierung der Produktionsprozesse. Die HYMER-Unternehmensgruppe ist im Begriff, ein neues ERP-System nach und nach konzernweit einzuführen. Die Konzerngesellschaft Bürstner GmbH wird als nächstes Unternehmen mit dem Echtbetrieb auf dem neuen System beginnen.
Risikomanagement
Der HYMER-Konzern ist als international agierendes Unternehmen im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Übergeordnetes unternehmerisches Ziel ist die Erzielung einer nachhaltigen positiven Unternehmensentwicklung, die sich sowohl im Ergebnis vor Ertragsteuern als auch an den Marktanteilen orientiert. Die Zielerreichung bedarf einer Abwägung der möglicherweise auftretenden Risiken mit den sich ergebenden Chancen.Die sich ergebenden Chancen und Risiken zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten und auf Basis dieser Erkenntnisse geeignete Maßnahmen einzuleiten, ist Ziel eines wirksamen Risikomanagement-Systems. Die Fortführung des detaillierten monatlichen Berichtswesens, regelmäßige erweiterte Vorstandssitzungen und die interne Festlegung von Risikofeldern sowie deren Erfassung und Kommunikation waren auch im Berichtszeitraum ein wesentlicher Bestandteil des konzernweiten Risikomanagements.
Dabei sind die wesentlichen Kennzahlen zum Geschäftsverlauf, zu Planabweichungen und die kontinuierliche Beobachtung sowie unverzügliche Meldung von Risiken elementarer Inhalt der Berichterstattung. Der Vorstand führt den Konzern auf der Grundlage von konsolidierten Monatsabschlüssen. Wesentliche Steuerungsgrößen sind neben bilanzorientierten Kennzahlen Umsatz, Absatz, operatives Ergebnis, Ergebnis vor Ertragsteuern, Auftragsbestand sowie die Produktionsleistung.
In einem Risikohandbuch sind die Elemente des Risikofrüherkennungssystems, insbesondere die relevanten Systemkomponenten, Funktionen und Verantwortungsträger detailliert dokumentiert.
Wie in den Vorjahren wird die Geschäftsentwicklung auch maßgeblich durch den Export bestimmt. Dabei lagen die erfolgreichen Absatzmärkte vorrangig in Westeuropa. Da wir ausschließlich in Euro fakturieren, besteht keine Notwendigkeit, Kurssicherungsgeschäfte abzuschließen. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, kooperieren wir im Rahmen des Forderungsmanagements mit in- und ausländischen Banken und anderen Finanzdienstleistern. Diese unterstützen die Händler bei der Finanzierung ihrer Ausstellungsfahrzeuge. Ohne zusätzliche Risiken für den Konzern können die Händler so ihre Verbindlichkeiten schneller begleichen, was dem Konzern sofortige Liquidität bringt.
Als zusätzliche Sicherheit behalten wir die für die Zulassung erforderlichen Dokumente in Verwahrung. Mitarbeiter unseres Hauses führen darüber hinaus regelmäßig Bestandskontrollen durch. Sollten unerwartete Risiken erkennbar werden, so finden diese in der Ertragsrechnung durch entsprechende Wertberichtigungen umgehend Berücksichtigung. Die durch den Chassiswechsel verursachten Probleme im Beschaffungswesen wurden detailliert analysiert und das gesamte Beschaffungswesen nochmals auf den Prüfstand gestellt. Nach Auffassung des Vorstandes entsprechen das Beschaffungswesen und die Logistik den Anforderungen, die von einem normal funktionierenden Produktionsablauf gefordert werden. Dennoch haben wir in diesem Bereich das Risikomanagement um regelmäßig stattfindende Management- und Controlling-Meetings ergänzt. Es handelt sich hierbei um eine reine Vorsichtsmaßnahme, nachdem ein Modellwechsel dieser Art für die weitere Zukunft auszuschließen ist.
Hinsichtlich der Risiken im Zusammenhang mit der Restrukturierung am französischen Standort Cernay verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt „Ausblick“. Nicht vorhersehbar sind Unsicherheiten durch staatliche Maßnahmen. So können Vorgaben im Zeichen des Umweltschutzes oder im Bereich der Sicherheitsstandards zu unerwarteten und erheblichen Mehrbelastungen führen. Dazu gehört beispielsweise das Altfahrzeuggesetz, das die Entsorgung von Altfahrzeugen durch die jeweiligen Hersteller regelt. Wir haben durch den Ansatz von Rückstellungen für diese Belastungen Vorsorge getroffen. Inwieweit sich Beeinträchtigungen unserer Branche durch die Diskussionen zum Thema Klimaschutz ergeben, kann zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilt werden. Eine Vielzahl weiterer Regulierungen stellen für uns keine wesentlichen Risiken dar. Unser Unternehmen kann aufgrund seiner Stärke und Innovationskraft die eventuellen Auswirkungen derartiger Entwicklungen ausreichend abfedern.
Die erforderliche Finanzstrategie zur Sicherstellung der Liquidität erfolgt auf Basis einer mittel- und kurzfristigen Finanzplanung. Diesbezüglich erläutern wir in regelmäßigen Gesprächen mit unseren Hausbanken die aktuelle Geschäftsentwicklung des Konzerns und die Perspektiven der Branche generell.
Weitere Ausführungen zum Risikomanagement, zu Zinsänderungs-, Währungs- und Ausfallrisiken finden sich im Konzernanhang.
Die Abschlussprüfer haben das Überwachungssystem des Vorstands bewertet und festgestellt, dass es die gesetzlichen Anforderungen erfüllt.
Ausblick
Die Auswirkungen der Subprime-Krise auf die US-Banken belasten zunehmend auch europäische Finanzinstitute. Das Ende der Krise und ihrer Auswirkungen ist noch nicht absehbar. Die Konjunkturprognosen für die globale Wirtschaft wie auch für die Eurozone in den Jahren 2007 und 2008 schwächen sich auf breiter Front ab. Politik und Wirtschaft rechnen mit einer Abnahme des Aufschwungs. Das Kaufverhalten der deutschen Bevölkerung ist von zunehmender Zurückhaltung geprägt. Diese Tendenzen schlagen sich unter anderem in den jüngsten Zulassungszahlen im Pkw-Inlandsmarkt nieder. Vor allem die Privatkunden sind verunsichert und halten sich mit Anschaffungen zurück. Die geplante Umstellung der Kraftfahrzeugsteuer auf CO2-Basis, die Einrichtung von Umweltzonen in Innenstädten, Fahrverbote und nicht zuletzt Rekordhöhen bei den Spritpreisen sind Kaufhemmnisse.Auch der Export weist Anzeichen einer rückläufigen Entwicklung auf. Positiv stimmen uns das unverändert große Interesse an unserer Urlaubsform und Tourismusstudien, die unsere Branche – insbesondere aufgrund der demografischen Entwicklung – als Wachstumsbranche beurteilen.
Die Zulassungszahlen der wichtigsten europäischen Absatzmärkte verbuchten im 1. Halbjahr 2007 sowohl bei Caravans als auch bei Reisemobilen ein Minus. Bei den Caravans betrug der Rückgang 2,1 %, bei Reisemobilen 4,2 %. Der deutsche Markt verzeichnete Rückgänge bei Caravans mit 1.867 Einheiten oder 13,5 % und bei Reisemobilen mit 1.554 Einheiten oder 10,7 %. Das Interesse an Freizeitfahrzeugen, vor allem an Reisemobilen, ist nach wie vor ungebrochen. Allerdings ist davon auszugehen, dass die negativen Effekte der Mehrwertsteuererhöhung im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Tragen gekommen sind.
Bei Caravans gehen wir von einer weiter rückläufigen Entwicklung aus, zumal im Hauptabsatzgebiet Niederlande die Zulassungszahlen im 1. Halbjahr 2007 nochmals um 1.621 Stück oder 13,6 % zurückgegangen sind. Der HYMER-Konzern wird sich auch im laufenden Geschäftsjahr positiv entwickeln. Das Unternehmen kann hierbei insbesondere auf eine Modellpolitik verweisen, die sich bereits im Geschäftsjahr 2006/07 als sehr erfolgreich erwiesen hat. Neuentwicklungen und weitere Verbesserungen verfügen über das Potenzial für weiteres Umsatzwachstum und den Gewinn zusätzlicher Marktanteile.
Weitere, viel versprechende Perspektiven ergeben sich aus der überwiegend abgeschlossenen Inbetriebnahme der neuen Produktionshalle der HYMER AG. Die Verlagerung von drei Montagebändern in die 24.000 Quadratmeter große Halle im Zeitraum von Januar bis Ende August 2007 verlief planmäßig. Der Umzug führte erwartungsgemäß zunächst zu Produktivitätsverlusten. Die positiven Effekte der höheren Fertigungskapazität, eine größere Anzahl von Taktplätzen, die Reduzierung der Arbeitsinhalte pro Taktplatz sowie eine optimierte Materialversorgung werden sich im laufenden Geschäftsjahr günstig auswirken. Die Verlegung des vierten und letzten Montagebands wird voraussichtlich Anfang 2008 abgeschlossen sein.
Parallel dazu wird die komplett neue Konzeption des Vorfertigungsprozesses umgesetzt. HYMER vollzieht mit diesem Maßnahmenpaket einen entscheidenden Schritt in Richtung weiterer Modernisierung und Optimierung der Produktionsprozesse. Nach der Implementierung dieser Maßnahmen wird der Standort Bad Waldsee zu den modernsten Fertigungswerken der Branche zählen. Bereits im Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr hat der Konzern auf die Neustrukturierung des französischen Standorts Cernay und die damit verbundenen Ergebnisbelastungen hingewiesen. Die dabei vorgesehenen Maßnahmen zur Restrukturierung wie
• neue Führungsstruktur
• Neubesetzung der Funktionsbereiche Produktion und Qualitätssicherung
• Reduzierung von Entwicklungs- und Produktionskosten durch weitgehende Standardisierung
wurden planmäßig umgesetzt. Allerdings ist festzustellen, dass allein durch diese Maßnahmen keine nachhaltige Standortsicherung zu erreichen ist. Zur Sicherung des langfristigen Erhalts der Fertigungsstätte startet im laufenden Geschäftsjahr, neben der langjährigen Produktion von Caravans und zwei weiteren Reisemobil-Baureihen, die Neuproduktion von zu Reisemobilen ausgebauten Kastenwagen. Der Konzern nimmt diese Fahrzeugtypen erstmalig in sein Produktportfolio auf. Sie decken ein spezielles Marktsegment mit insgesamt mehr als 10.000 Produktionseinheiten in Europa ab. Die Spezialisierung auf Caravans der Marke Eriba-Touring und Kastenwagen ist ein tragfähiges Konzept für die künftige Produktstruktur des Standortes Cernay. Die Präsentation dieser für den HYMER-Konzern völlig neuen Produktgruppe wird anlässlich der CMT 2008 in Stuttgart stattfinden.
Im Zuge der Neuausrichtung erfolgte zum Geschäftsjahresende 2006/07 die Teilverlagerung von zwei bisher in Frankreich hergestellten Reisemobil-Baureihen an den Produktionsstandort Bad Waldsee. Dieses Vorhaben war erst durch die Inbetriebnahme der neuen Produktionshalle möglich. Die beiden derzeit noch in Cernay produzierten Reisemobil-Baureihen wird der Konzern im Laufe dieses Geschäftsjahres ebenfalls nach Bad Waldsee verlagern. So konzentriert HYMER die gesamte Reisemobilfertigung der Marken HYMER und ERIBA künftig in Bad Waldsee.
Diese strukturellen Maßnahmen erfordern bei Hymer France S.A.S. eine Anpassung der Kostenstruktur mit Schwerpunkt auf den Personalaufwendungen. Sie werden im laufenden Geschäftsjahr nochmals zu einer Ergebnisbelastung führen. Die eingeleiteten Schritte stellen jedoch eine zukunftsorientierte Lösung mit letztlich positiven Ergebnisauswirkungen dar.
Der HYMER-Konzern sieht sich durch die aktuelle Entwicklung der Geschäfte in seiner langfristig angelegten, auf Kontinuität und konsequent profitables Wachstum ausgerichteten Strategie bestätigt. Die Belastungen des Modellwechsels mit den negativen Auswirkungen auf die Ergebnissituation in den letzten zwei Geschäftsjahren sind abgeschlossen. Der Start in das laufende Berichtsjahr ist erfreulich positiv verlaufen. HYMER geht von einem weiter zufrieden stellenden Geschäftsverlauf aus. Der Umsatz wird im Geschäftsjahr 2007/08 das bereits hohe Niveau des abgeschlossenen Geschäftsjahres übertreffen.
Chancen
Die Umsatzentwicklung des HYMER-Konzerns im Geschäftsjahr 2006/07 belegt, dass die Maßnahmen erfolgreich waren. Insbesondere die Zuwächse im Reisemobilbereich unterstreichen die hohe Kompetenz und Durchsetzungskraft der Marken der HYMER-Unternehmensgruppe in den europäischen Absatzmärkten. Das mit Dethleffs GmbH & Co. KG gegründete Gemeinschaftsunternehmen CAPRON GmbH wird die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns weiter steigern. Die überaus motivierte Belegschaft fertigt mit großer Effizienz und Produktivität standardisierte Caravans und Reisemobile von hoher Qualität.Der im Jahr 2006 abgeschlossene Neubau der 24.000 Quadratmeter großen Montagehalle am Standort Bad Waldsee und die im Kalenderjahr 2007 dorthin vollzogene Verlagerung der Montagebänder ermöglichen ein komplett neues, zukunftsorientiertes Fertigungskonzept und Logistiklayout. Danach gestaltet HYMER den gesamten Vorfertigungsbereich unter industriellen Gesichtspunkten völlig neu. Die Implementierung dieses Vorhabens erfolgt im laufenden Geschäftsjahr.
Die Strategie der eigenständigen Produkt- und Vertriebspolitik jeder Konzerngesellschaft ist erfolgreich. Der Konzern wird diese Unternehmenspolitik fortsetzen. Nachdem sich ähnlich wie in der Pkw-Industrie der Trend zu Nischenfahrzeugen verstärkt, wird der HYMER-Konzern künftig für diese Fahrzeugtypen gemeinsame Produktionsstandorte festlegen. Der Vertrieb dieser Nischenprodukte wird unter den verschiedenen Marken des Konzerns und mit klaren Differenzierungsmerkmalen erfolgen. So kann der HYMER-Konzern noch mehr Synergien erschließen und konsequent wie flexibel markt- und wettbewerbsorientiert agieren.
Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt.Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGB
Das gezeichnete Kapital der HYMER Aktiengesellschaft beträgt zum 31. August 2007 12.000.000,00 Euro und ist in 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt. Verschiedene Aktiengattungen sind nicht vorgesehen. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht.
Der HYMER Aktiengesellschaft wurde am 1. April 2002 gemäß § 41 Abs. 3 i. V. m § 25 WpHG schriftlich mitgeteilt, dass Herr Erwin Hymer, Bad Waldsee, 77,4 % der Stimmrechte hält. Die HYMER Aktiengesellschaft hat dies gemäß § 41 Abs. 3 in Verbindung mit § 25 WpHG zeitnah veröffentlicht. Der Stimmrechtsanteil von Herrn Hymer beträgt inzwischen 77,3 %.
Im November 2006 veröffentlichte die HYMER AG die Mitteilung, dass am 25. April 2006 der Stimmrechtsanteil der FINANCIÈRE DE L’ECHIQUIER, Paris/Frankreich, die Schwelle von 5 % überschritten hat und nunmehr 5,028 % beträgt.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Eine Stimmrechtskontrolle am Kapital beteiligter Arbeitnehmer besteht nicht. Die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften (§§ 84, 85 AktG). Satzungsänderungen richten sich nach den Vorschriften der §§ 133, 179 AktG.
Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 7. März 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt € 6.000.000,00 durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erfolgen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen: für die aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehenden Spitzenbeträge; für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der Erwerb des Unternehmens oder der Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnberechtigung zu bestimmen sowie die weiteren Einzelheiten einer Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und das für die neuen Aktien zu leistende Entgelt festzusetzen sowie die Einräumung des Bezugsrechts im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG festzusetzen.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Konzernabschluss der HYMER Aktiengesellschaft zum 31. August 2007
Konzernbilanz zum 31. August 2007
Konzernanhang für 2006/07
Grundlagen
Allgemeine Angaben
Die HYMER Aktiengesellschaft mit Sitz in Bad Waldsee/ Deutschland, Holzstraße 19, ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und oberste Muttergesellschaft des HYMER-Konzerns. Die Geschäftstätigkeit der Unternehmen des HYMER-Konzerns umfasst die Herstellung und den Handel mit Gegenständen der Freizeitbranche, insbesondere die Herstellung von Reisemobilen und Caravans. Der Konzernabschluss der HYMER Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2006/07 wurde gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 in Verbindung mit § 315a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Diese Verordnung verpflichtet alle kapitalmarktorientierten Unternehmen mit Sitz in der EU, ihre Konzernabschlüsse ausschließlich auf der Grundlage der IFRS aufzustellen.Der Konzernabschluss 2006/07 steht im Einklang mit den am Abschlussstichtag gültigen Standards und Interpretationen des IASB, London, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315a HGB anzuwendenden Vorschriften. Dabei wurden alle zum 31. August 2007 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen beachtet. Standards und Interpretationen, die zum 31. August 2007 vom IASB verabschiedet waren, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden waren, wurden mit Ausnahme von IAS 19 im Vorjahr nicht vorzeitig angewendet. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Alle für das Geschäftsjahr 2006/07 verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Commitee (IFRIC), vormals Standing Interpretations Committee (SIC), wurden ebenfalls angewendet.
Der Konzernabschluss der HYMER Aktiengesellschaft wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge gerundet in Tausend Euro (T€) angegeben. Der Konzernabschluss wurde auf Basis des historischen Anschaffungskostenprinzips erstellt, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten sowie der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte. Diese wurden jeweils zum Zeitwert bewertet.
Die Gewinn- und Verlustrechung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt.
Die HYMER Aktiengesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRB Nr. 600243 eingetragen. Der Konzernabschluss der HYMER Aktiengesellschaft wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Freigabe des Konzernabschlusses durch den Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat erfolgt am 16. November 2007.
Auswirkungen neuer oder geänderter Standards
Im Geschäftsjahr 2006/07 wurden die folgenden Standards und Interpretationen erstmals beachtet:IFRS 4: Versicherungsverträge
IFRS 6: Erkundung und Bewertung von mineralischen Ressourcen
IAS 16: Sachanlagen (Änderungen infolge der Verabschiedung von IFRS 6)
IAS 21: Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse (Regelungen zu Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb)
IAS 32: Finanzinstrumente: Darstellung (Änderungen infolge der Amendments von IAS 39 (Fair Value Option und Finanzgarantien)
IAS 38: Immaterielle Vermögenswerte (Änderungen infolge der Verabschiedung von IFRS 6)
IAS 39: Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung (Regelungen zu Finanzgarantien, Fair Value Option und Cash Flow Hedge Accounting sowie Änderungen infolge der Verabschiedung von IFRS 5)
IFRIC 4: Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält
IFRIC 5: Rechte auf Anteile an Fonds für Entsorgung, Wiederherstellung und Umweltsanierung
IFRIC 6: Rückstellungspflichten aus der Teilnahme an bestimmten Märkten - Elektro- und Elektronik-Altgeräte
IFRIC 7: Anwendung des Anpassungsansatzes unter IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern
IFRIC 8: Anwendungsbereich von IFRS 2
IFRIC 9: Erneute Beurteilung von eingebetteten Derivaten
Aus der erstmaligen Anwendung dieser Regelungen haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der HYMER Aktiengesellschaft ergeben.
Das IASB hat die folgenden Standards und Interpretationen bis zum 31. August 2007 verabschiedet, die aber noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und auch nicht freiwillig vorzeitig angewendet wurden:
IAS 1: Darstellung des Abschlusses (Änderungen infolge der Verabschiedung von IFRS 7 sowie Angaben zum Eigenkapital)
IAS 23: Fremdkapitalkosten (Aktivierungspflicht bestimmter Fremdkapitalkosten)
IFRS 7: Finanzinstrumente: Angaben
IFRS 8: Operative Segmente
IFRIC 10: Zwischenberichterstattung und Wertminderung
IFRIC 11: Beurteilungsfragen bei aktienbasierten Vergütungen
IFRIC 12: Konzessionsverträge
IFRIC 13: Kundenbindungsprogramme
IFRIC 14: Zusammenspiel der Wertobergrenze eines Vermögenswertes aus leistungsorientierten Plänen und der Verpflichtung zur Leistung zusätzlicher Beiträge
Eine vorzeitige Anwendung dieser Standards und Interpretationen ist nicht vorgesehen.
Aus der Änderung von IAS 1 werden neue Angaben resultieren, die es dem Abschlussadressaten ermöglichen, die Ziele, Methoden und Prozesse des Konzerns zum Kapitalmanagement detaillierter zu beurteilen. Die diesbezüglichen Änderungen des IAS 1 sind erstmals in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2007 beginnen.
IAS 23 wurde im Hinblick auf die Aktivierung von Fremdkapitalkosten geändert und sieht eine Aktivierungspflicht für solche Fremdkapitalkosten vor, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierenden Vermögenswertes zugeordnet werden können. Das Wahlrecht zur sofortigen erfolgswirksamen Erfassung wurde abgeschafft. Die Änderung ist erstmalig in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.
IFRS 7 regelt die Angabepflichten über Finanzinstrumente und ersetzt IAS 32 „Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung“. Die zukünftige Anwendung von IFRS 7 wird im Wesentlichen zu erweiterten Angaben über die Art und die Bedeutung von Finanzinstrumenten im Konzernabschluss sowie über Art, Ausmaß und Management von Finanzrisiken führen. Für den Konzernabschluss der HYMER Aktiengesellschaft betrifft das vor allem zusätzliche Informationen über Zinsänderungsrisiken. IFRS 7 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2007 beginnen.
IFRS 8 regelt den Inhalt der Segmentberichterstattung und ersetzt IAS 14 „Segmentberichterstattung“. Nach IFRS 8 ist die Segementberichterstattung auf der Grundlage von Finanzinformationen zu erstellen, die der Vorstand auch intern zur Steuerung und Überwachung der Segmente verwendet. Die Neuregelungen zu IFRS 8 werden in Zukunft insbesondere zur Angabe von landesrechtlichen Zahlen im Rahmen der Segmentberichterstattung führen. Die Segmentabgrenzung wird sich wegen der Neuregelung nicht ändern. IFRS 8 ist erstmals in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.
Aus den Neuerungen des IFRIC 10 zur zeitlich richtigen Berücksichtigung von Wertminderungen in Zwischenberichten sind keine Auswirkungen auf die Zwischenberichterstattung bzw. auf die Abschlüsse der HYMER Aktiengesellschaft zu erwarten. IFRIC 10 regelt dass, sofern in einem dem Jahresabschluss vorangegangenen Zwischenabschluss eine Wertminderung auf Geschäftsbzw. Firmenwerte oder bestimmte Finanzinstrumente vorgenommen wurde, diese in einem späteren Jahresabschluss nicht rückgängig gemacht werden kann. In der Vergangenheit waren keine derartigen Wertminderungen zu berücksichtigen. IFRIC 10 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. November 2006 beginnen.
Bei der HYMER Aktiengesellschaft bestehen keine aktienbasierten Vergütungsvereinbarungen, so dass sich aus IFRIC 11 keine Effekte auf den Konzernabschluss ergeben werden.
Auch aus der künftigen Anwendung der übrigen Interpretationen erwartet die HYMER Aktiengesellschaft keine Effekte auf den Konzernabschluss.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss sind neben der HYMER Aktiengesellschaft zwei (Vj. zwei) Gesellschaften mit Sitz im Inland sowie vier (Vj. vier) Gesellschaften mit Sitz im Ausland einbezogen, bei denen die HYMER Aktiengesellschaft die Beherrschung ausübt.Ein Joint Venture wird im Wege der anteilsmäßigen Konsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Darüber hinaus wird ein assoziiertes Unternehmen nach der Equity- Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Eine vollständige Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften befindet sich in den sonstigen Angaben.
Gemeinschaftsunternehmen
In den Konzernabschluss der HYMER Aktiengesellschaft wird das Gemeinschaftsunternehmen CAPRON GmbH, Bad Waldsee, mit einer Anteilsquote von 50 % einbezogen. Die CAPRON GmbH fertigt Reisemobile und Caravans in den neuen Bundesländern.Die CAPRON GmbH hat kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von T€ 19.304 (Vj. T€ 144) und langfristige Vermögenswerte von T€ 10.374 (Vj. T€ 6.036). Die kurzfristigen Schulden belaufen sich auf T€ 24.412 (Vj. T€ 5.030) und die langfristigen Schulden betragen T€ 576 (Vj. T€ 0). Im Geschäftsjahr 2006/07 weist die Gesellschaft Erträge in Höhe von T€ 274 (Vj. T€ 18) und Aufwendungen von T€ 26.409 (Vj. T€ 1.386) aus.
Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der HYMER Aktiengesellschaft und der einbezogenen Tochterunternehmen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IFRS 3 unter Anwendung der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit den im Zeitpunkt des Erwerbs neu bewerteten anteiligen Vermögenswerten sowie Schulden und Eventualschulden der Tochterunternehmen. Positive Unterschiedsbeträge werden entsprechend IFRS 3 unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.Negative Unterschiedsbeträge sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden, mit Ausnahme der CAPRON GmbH, vor dem 1. September 2004 erstkonsolidiert. Gemäß IFRS 1 wurden die fortgeschriebenen Werte aus der Kapitalkonsolidierung nach HGB beibehalten. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Konzerngesellschaften werden konsolidiert und Zwischenergebnisse eliminiert.
Bürgschaften und Garantien, die die HYMER Aktiengesellschaft zu Gunsten konsolidierter Tochtergesellschaften übernimmt, werden eliminiert, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten im Konzerabschluss passiviert sind. Beteiligungen werden nach der Equity-Methode einbezogen, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (IAS 28). Die Abschlüsse der HYMER Aktiengesellschaft sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden entsprechend IAS 27 nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.
Umsatzrealisierung
Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang auf den Kunden erfasst, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten ausgewiesen. Erträge aus Dienstleistungen werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad erfasst, wenn die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden und mit dem Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft gerechnet werden kann. Der Ausweis von Lizenzerträgen erfolgt periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zu Grunde liegenden Vertrages.Produktbezogene Aufwendungen
Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls erfolgswirksam. Rückstellungen für mögliche Inanspruchnahmen aus Gewährleistungsverpflichtungen für bereits verkaufte Produkte werden auf der Grundlage von Erfahrungswerten sowie unter Berücksichtigung gesetzlicher und vertraglicher Fristen gebildet. Darüber hinaus werden für identifizierte Einzelfälle zusätzlich Rückstellungen gebildet.Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst.Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
Etwaige Forschungs- sowie die nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten werden bei Anfall ergebniswirksam behandelt.Sicherungsgeschäfte
Derivative Finanzinstrumente werden im HYMER-Konzern nur zu Sicherungszwecken eingesetzt, um Währungs- und Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen zu reduzieren. Die vorhandenen Währungsrisiken resultieren dabei weitestgehend aus dem Finanzierungsbereich. Nach IAS 39 werden alle derivativen Finanzinstrumente, wie z. B. Zinsswaps, zum Marktwert bilanziert. Derivate, die im HYMERKonzern nach betriebswirtschaftlichen Kriterien der Zinsoder Währungssicherung dienen, jedoch die strengen Kriterien des IAS 39 nicht erfüllen, werden der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden eingeordnet und dementsprechend behandelt.Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten
Entwicklungskosten für neu entwickelte Produkte oder andere selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (z. B. Software) werden unter den Voraussetzungen des IAS 38 aktiviert, soweit sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die erfolgreiche Vermarktung der neu entwickelten Produkte sichergestellt sind und die der Entwicklung zugehörigen Aufwendungen verlässlich messbar sind. Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam behandelt. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 als laufender Aufwand berücksichtigt. Aufwendungen, die mit der Ingangsetzung neuer Produktionsabläufe oder Fertigungsstätten entstehen, werden ebenfalls sofort bei Anfall ergebniswirksam. Die planmäßige Abschreibung beginnt mit der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswerts und erfolgt nach der linearen Methode über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von derzeit drei bis fünf Jahren.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Software, werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren abgeschrieben.
Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wird, soweit es einer betrieblichen Nutzung unterliegt, zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige herstellungsbezogene Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden als Aufwand verrechnet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen entsprechend des Nutzungsverlaufs nach der linearen Methode. Ihnen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Die Restwerte, Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern der Vermögenswerte werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Zuwendungen in Form von Investitionszuschüssen werden bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes abgesetzt. Investitionszulagen werden passiviert und über sechs Jahre linear aufgelöst. Ertragsbezogene Zuwendungen werden erfolgswirksam vereinnahmt.
Leasing
Im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen wird dem Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum in den Fällen zugerechnet, in denen er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt (IAS 17). Sofern das wirtschaftliche Eigentum dem HYMER-Konzern zuzurechnen ist, erfolgt für diese Fälle die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Vertragslaufzeit. Die abgezinsten Zahlungsverpflichtungen aus den Leasingraten werden als Verbindlichkeiten passiviert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Soweit im HYMER-Konzern Operating-Lease-Verhältnisse auftreten, werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen linear als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Derzeit gibt es beim HYMER-Konzern keine als Finanzierungsleasing zu klassifizierenden Leasingverhältnisse.
Außerplanmäßige Abschreibungen
Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden oder im Rahmen von jährlich vorgeschriebenen Werthaltigkeitstests (noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte).Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag beurteilt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus dem Zeitwert des Vermögenswerts (abzüglich der Verkaufskosten) und dem Barwert der zurechenbaren künftigen Cashflows durch die fortgeführte Nutzung des Vermögenswertes. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert um den Betrag der Differenz außerplanmäßig abgeschrieben. Sofern die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, jedoch maximal auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Soweit dem einzelnen Vermögenswert keine Zahlungsmittelzuflüsse zugerechnet werden können, wird der erzielbare Betrag für die kleinste Zahlungsmittel generierende Einheit ermittelt. Die Werthaltigkeit wird durch Gegenüberstellung des Buchwertes und des erzielbaren Betrags der Geschäftseinheit bestimmt. Der erzielbare Betrag für diese Betrachtung ist der auf der Basis der diskontierten Cashflows vor Steuern ermittelte Nutzungswert.
Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit, liegt in Höhe der Differenz eine erfolgswirksam zu erfassende Wertminderung vor. Im Konzernabschluss der HYMER Aktiengesellschaft sind derzeit keine Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert, so dass diesbezüglich keine Werthaltigkeitstests notwendig sind.
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Schulden
Einzelne langfristige Vermögenswerte oder eine Gruppe langfristiger Vermögenswerte und dazugehöriger Schulden werden als zur "Veräußerung bestimmt" klassifiziert und gesondert in der Bilanz ausgewiesen, wenn die Veräußerung beschlossen und wahrscheinlich ist. Die so klassifizierten Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten angesetzt. Die planmäßige Abschreibung dieser Vermögenswerte endet mit der Einstufung als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte". Derzeit gibt es im HYMER-Konzern keine zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und Schulden.Anteile an assoziierten Unternehmen
Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity- Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital bewertet.Finanzielle Vermögenswerte
Kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden in folgende Kategorien eingeteilt:Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Festverzinsliche Wertpapiere werden dieser Kategorie zugeordnet, wenn der Konzern beabsichtigt und in der Lage ist, diese Vermögenswerte bis zur Endfälligkeit zu halten.
Ausleihungen und gewährte Darlehen werden der Kategorie "Kredite und Forderungen“ zugeordnet und mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.
In die Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" sind im Wesentlichen kurz- und langfristige Wertpapiere sowie Anteile an Beteiligungsunternehmen eingeordnet. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei Wertpapieren entspricht dies dem Marktpreis. Die Bewertung der Anteile an Beteiligungsunternehmen erfolgt dann zu Anschaffungskosten, wenn für diese Gesellschaften kein aktiver Markt existiert und die Zeitwerte anderweitig nicht verlässlich zu ermitteln sind. Soweit Hinweise auf Wertminderungen bestehen, wird ein Werthaltigkeitstest nach IAS 39 durchgeführt. Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen, bis der finanzielle Vermögenswert abgeht oder eine Wertminderung festgestellt wird. Im Falle einer Wertminderung wird der kumulierte Netto-Verlust aus dem Eigenkapital entfernt und im Ergebnis ausgewiesen.
Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag. Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Mittelzuflüsse aus dem Vermögenswert ausgelaufen oder im Wesentlichen alle Risiken und Chancen übertragen worden sind. Die Ausbuchung erfolgt zum Erfüllungstag.
Vorräte
Gemäß IAS 2 werden Vorräte zu durchschnittlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch fertigungsbezogene Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige fertigungsbezogene Verwaltungskosten sowie anteilige fertigungsbezogene Kosten des sozialen Bereichs.Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Soweit erforderlich werden Abschläge auf niedrigere realisierbare Nettoveräußerungswerte vorgenommen. Sofern die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte in der Vergangenheit geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.
Sonstige Vermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet.
Flüssige Mittel
Die als flüssige Mittel ausgewiesenen Zahlungsmittelbestände umfassen Barmittel und Sichteinlagen bei Kreditinstituten.
Finanzielle Schulden
Die finanziellen Schulden werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Hierbei werden auch die Transaktionskosten berücksichtigt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.Die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Rückzahlungen, Emissionskosten und der Amortisation eines Agios oder Disagios.
Rückstellungen für Pensionen
Die betriebliche Altersversorgung im HYMER-Konzern ist auf der Basis von leistungsorientierten Zusagen geregelt. Die Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierten Zusagen werden gemäß IAS 19 auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung des Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation berechnet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unter Anwendung des Wahlrechts des IAS 19 erfolgsneutral nach Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst.
Die Aufwendungen für die im Berichtsjahr erdienten Pensionsansprüche werden unter den Personalaufwendungen ausgewiesen. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Analog werden die Zinseffekte anderer langfristig fälliger Leistungen an Arbeitnehmer im Finanzergebnis ausgewiesen.
Pensionsverpflichtungen werden grundsätzlich als langfristig angesehen.
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht. Deren Höhe muss zuverlässig geschätzt werden können und sie muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich zu einem Abfluss zukünftiger Ressourcen führen. Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Soweit die Möglichkeit eines Mittelabflusses nicht überwiegend wahrscheinlich, jedoch auch nicht unwahrscheinlich ist (Eventualschulden), erfolgt statt eines bilanziellen Ausweises unter den Rückstellungen eine Beschreibung im Konzernanhang.
Latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf temporäre Differenzen zwischen den in der Steuerbilanz angesetzten und den IFRS-bilanziellen Wertansätzen gebildet, soweit sich nicht aufgrund von Ausnahmeregelungen (z. B. IAS 12.15, 12.24) etwas anderes ergibt.Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge und Steuergutschriften in Folgejahren ergeben. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erwartet werden.
Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge werden nur angesetzt, wenn eine hinreichende Wahrscheinlichkeit gegeben ist, dass die daraus resultierenden Steuerminderungen in Zukunft tatsächlich eintreten werden. Der Buchwert der aktiven latenten Steuern wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.
Passive latente Steuern auf temporäre Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochtergesellschaften stehen, werden nicht angesetzt, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden ebenfalls direkt im Eigenkapital und nicht in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.
Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden werden mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung der Beträge werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten oder in Kürze gelten werden.Annahmen und Schätzungen
Im Konzernabschluss müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben.Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Werthaltigkeitstests für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie den Ansatz aktiver latenter Steuern. Im Zusammenhang mit der Bewertung von Rückstellungen ist hierbei insbesondere die Gewährleistungsrückstellung zu nennen. Diese wird auf der Grundlage der tatsächlichen Gewährleistungskosten unter Verwendung von Annahmen über die künftigen Eintrittszeitpunkte der Gewährleistungsfälle berechnet. Weitere Annahmen und Schätzungen betreffen die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen, die anhand von Einzelanalysen ermittelt wurden. Die Buchwerte der zugrunde liegenden Forderungen betragen T€ 125.314 (Vj. T€ 98.205). Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zu Grunde gelegten Ermessensentscheidungen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken, so dass im folgenden Geschäftsjahr nicht von einer wesentlichen Anpassung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden auszugehen ist.
Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung
Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die sonstigen Umsätze betreffen den Handel mit Ersatzteilen und mit Campingzubehör. Die Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten ist im Rahmen der Segmentberichterstattung wiedergegeben.
Die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, einschließlich der Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung, sind in den sozialen Abgaben enthalten.
Bei der CAPRON GmbH waren im Geschäftsjahr 2005/06 im Jahresdurchschnitt weitere 12 Arbeitnehmer beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2006/07 sind die Mitarbeiter in der obigen Aufstellung mit enthalten (104 Arbeitnehmer).
Die Position „Sonstiges“ enthält im Wesentlichen Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens, Aufwendungen für Schadensfälle sowie periodenfremde Aufwendungen.
Der Gewinn aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumenten beträgt insgesamt T€ 125 (Vj. T€ 200).
Ab dem Geschäftsjahr 2007/08 sind für die HYMER AG die steuerlichen Neuregelungen der sog. Unternehmensteuerreform 2008 anzuwenden. Teil der Neuerungen ist eine Absenkung des Körperschaftsteuersatzes auf 15 %. Bis dahin gilt ein Körperschaftsteuersatz von 25 %. Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 377 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 38 % (Vorjahr 38 %). Dieser Ertragsteuersatz wird als anzuwendender Steuersatz für die steuerliche Überleitungsrechnung verwendet.
Die latenten Steuern wurden zum 31. August 2008 unter Verwendung der zukünftig gültigen Gesamtsteuerbelastung von 30 % berechnet (15 % Körperschaftsteuer, 377 % Gewerbesteuer-Hebesatz und 5,5 % Solidaritätszuschlag). Die im Geschäftsjahr im Ausland gültigen nominalen Ertragsteuersätze liegen zwischen 33 % (Vorjahr 33 %) und 38 % (Vorjahr 38 %). Der Ertragsteueraufwand enthält keine Aufwendungen und Erträge, die auf Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beruhen. Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern zum 31. August 2007 nach ihrer Herkunft ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:
Aus der Berücksichtigung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste im Eigenkapital nach IAS 19 resultieren erfolgsneutral gebildete aktive latente Steuern in Höhe von T€ 57 (Vj. T€ 48). Darüber hinaus wurden alle Veränderungen erfolgswirksam erfasst. Bezüglich der Bewertung aktiver latenter Steuern wurde die erwartete künftige Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses auf der Basis der Unternehmensplanung für die folgenden drei Geschäftsjahre zu Grunde gelegt. Der Steueraufwand aus einer Abwertung latenter Steuern in Fällen, in denen es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichender zu versteuernder Gewinn zur Verfügung stehen wird, um den Nutzen des latenten Steueranspruchs entweder zum Teil oder insgesamt zu verwenden, beträgt T€ 20 (Vj. T€ 123).
Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand:
Die Auswirkungen von Steuerrechtsänderungen betreffen im Geschäftsjahr 2006/07 die Aktivierung von Körperschaftsteuerguthaben, die aus dem körperschaftsteuerlichen Anrechnungsverfahren stammen. Aus der Ausschüttung der vorgeschlagenen Dividende der HYMER Aktiengesellschaft ergeben sich keine ertragsteuerlichen Auswirkungen auf den HYMER-Konzern. Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand: Die im Jahr 2006/07 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betragen T€ 3.380 (Vj. T€ 4.885).
9. Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die im Jahr 2006/07 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betragen T€ 3.380 (Vj. T€ 4.885). 10. Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Ergebnisanteil der Aktionäre der HYMER AG (T€ 25.104, Vj. T€ 26.899) und der Zahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien (jeweils 4.000.000 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist identisch mit dem verwässerten Ergebnis je Aktie.Erläuterungen zur Konzernbilanz
1. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte und des Sachanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.
Die immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten sowie entgeltlich erworbene EDV-Software. Die Nutzungsdauern der immateriellen Vermögenswerte betragen bis zu fünf Jahre. Das Sachanlagevermögen enthält keine geleasten Vermögenswerte, da die im HYMER-Konzern vorhandenen Leasingverhältnisse nicht als Finanzierungsleasing zu werten sind.
2. Anteile an assoziierten Unternehmen
Unter den Anteilen an assoziierten Unternehmen wird die nach der Equity-Methode bewertete Beteiligung von 44,6 % an der EXPOCAMP Freizeit und Caravaning Center Wertheim GmbH, Bad Waldsee, ausgewiesen.Das assoziierte Unternehmen hat kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von T€ 2.968 (Vj. T€ 2.509) und langfristige Vermögenswerte von T€ 18.160 (Vj. T€ 18.460). Die kurzfristigen Schulden belaufen sich auf T€ 4.364 (Vj. T€ 2.240) und die langfristigen Schulden betragen T€ 14.130 (Vj. T€ 14.982). Im Geschäftsjahr 2006/07 weist die Gesellschaft Erträge in Höhe von T€ 16.937 (Vj. T€ 2.480) und Aufwendungen von T€ 18.049 (Vj. T€ 2.359) aus.
Die EXPOCAMP Freizeit und Caravaning Center Wertheim GmbH dient dem gemeinsamen Vertrieb für die Marken HYMER, Bürstner, LAIKA, Niesmann+Bischoff, Movera sowie Dethleffs, LMC und TEC.
Der Wertminderungsaufwand im Hinblick auf das Vorratsvermögen betrug im Geschäftsjahr 2006/07 T€ 4.237 (Vj. T€ 476). Das vorhandene Vorratsvermögen unterliegt keinen Verfügungsbeschränkungen.
5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Der Wertberichtigungsaufwand betrug im Geschäftsjahr 2006/07 T€ 858 (Vj. T€ 271). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen überwiegend Forderungen gegen Vertragshändler.
8. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der HYMER Aktiengesellschaft ist seit dem Stichtag der IFRS-Eröffnungsbilanz unverändert. Es beträgt zum 31. August 2007 12.000.000,00 Euro und ist in 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt. Ausführungen zum genehmigten Kapital sowie zu wesentlichen Beteiligungen am Kapital sind im Konzern-Lagebericht für 2006/07 wiedergegeben.
9. Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien. Sie unterliegt den Restriktionen des § 150 AktG.
10. Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen setzen sich aus dem erwirtschafteten Konzern-Eigenkapital und dem übrigen kumulierten Eigenkapital zusammen. Im erwirtschafteten Konzern-Eigenkapital erfolgte außerdem die Verrechnung der Bewertungsunterschiede aus der erstmaligen Anwendung der IFRS sowie die Berücksichtigung aktiver und passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. September 2004 erstkonsolidierten Tochterunternehmen.
Das übrige kumulierte Eigenkapital betrifft ausschließlich die nach IAS 19 erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen, sowie der darauf ruhenden latenten Steuerwirkungen.
11. Dividende
Unverändert zur Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2005/06 wird für das Geschäftsjahr 2006/07 bei der HYMER Aktiengesellschaft eine Dividende in Höhe von € 5.280.000,00 vorgeschlagen. Dies entspricht wie im Vorjahr € 1,32 je Stückaktie für 4.000.000 dividendenberechtigte Stückaktien.
Die Bankschulden betreffen überwiegend Euro- und CHF-Verbindlichkeiten der HYMER Aktiengesellschaft. Die in CHF nominierten Schulden belaufen sich auf T€ 3.068 (Vj. T€ 3.951). Die Verzinsung orientiert sich grundsätzlich am 3 Monats-Euribor zuzüglich eines Zinsaufschlags. Das Zinsrisiko wird über Zinsfestschreibungen und derivative Finanzinstrumente, z. B. Zins-Swaps, abgesichert. Die Tilgung der langfristig bestehenden Darlehensverträge erfolgt schwerpunktmäßig innerhalb der nächsten 4–7 Jahre. Dabei hat ein Teilbetrag von T€ 5.250 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Schuldscheindarlehen sind bis zum Jahr 2010 in Raten zu tilgen. Der in den zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällige Anteil wird bei den kurzfristigen finanziellen Schulden ausgewiesen. Als Sicherheiten dienen Grundschulden in Höhe von T€ 36.844 (Vj. T€ 35.636).
14. Rückstellungen für Pensionen
Die Pensionsrückstellungen betreffen die Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte und ehemalige Mitarbeiter des HYMER-Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren.Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern auf der Grundlage leistungsorientierter Versorgungspläne. Beitragsorientierte Versorgungssysteme bestehen mit Ausnahme der gesetzlichen Rentenversicherung nicht.
Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen. Die Versorgungszusagen der HYMER Aktiengesellschaft sowie der Tochterunternehmen sind rückstellungsfinanziert. Fondsfinanzierte Versorgungszusagen sowie Planvermögen bestehen nicht.
Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen notwendig sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind hierbei folgende Prämissen bedeutsam:
Der Lohn- und Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der wirtschaftlichen Situation des HYMER-Konzerns jährlich abgeschätzt werden.
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden seit 1. September 2004 unter vorzeitiger Inanspruchnahme des Wahlrechts nach IAS 19 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Ursache solcher Gewinne und Verluste können unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, insbesondere des Abzinsungsfaktors, und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufes der Pensionsverpflichtungen sein.
Der Bilanzausweis der Rückstellungen für Pensionen entspricht dem Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche.
Die aus den leistungsorientierten Versorgungssystemen resultierenden und in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung berücksichtigten Aufwendungen lassen sich wie folgt aufteilen:
Die Pensionsrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die erfahrungsbedingten Anpassungen, die aus den Unterschieden zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlich eingetretenen Verhältnissen resultieren, haben die leistungsorientierte Verpflichtung im Geschäftsjahr 2006/07 um T€ 10 vermindert. Der im Geschäftsjahr 2007/08 nach bestmöglicher Schätzung anfallende Pensionsaufwand (ohne Aufzinsung) beträgt T€ 848.
1) davon Aufzinsung T€ 197
Die Rückstellungen für Verpflichtungen im Absatzbereich betreffen im Wesentlichen die Vorsorge für Garantie- und Produkthaftungsverpflichtungen.
Für zukünftige interne und externe Aufwendungen aus Garantieverpflichtungen werden für bereits fakturierte Lieferungen und Leistungen anhand von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit Rückstellungen gebildet. Die Ermittlung der Garantierückstellung unterliegt Annahmen und Schätzungen, die sich auf die Zeitspanne zwischen Auslieferung und Aufwandsanfall sowie auf die Höhe der künftigen Belastungen beziehen. Hinsichtlich der Garantie- und Produkthaftungsverpflichtungen erfolgt die Inanspruchnahme des Konzerns schwerpunktmäßig innerhalb einer zweijährigen Gewährleistungsfrist.
Die Rückstellungen aus dem Personalbereich enthalten überwiegend Verpflichtungen für Altersteilzeitarbeitsverhältnisse. Sie haben eine Laufzeit von bis zu sechs Jahren nach dem Bilanzstichtag.
Unter den kurzfristigen Bankschulden werden die im folgenden Geschäftsjahr fälligen Tilgungsverpflichtungen der langfristigen Darlehen ausgewiesen. Im Übrigen werden in dieser Position die Verbindlichkeiten aus der kurzfristigen Finanzierung erfasst.
Die Rückstellungen für Verpflichtungen im Absatzbereich betreffen im Wesentlichen die Vorsorge für Garantie- und Produkthaftungsverpflichtungen sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.
Die Rückstellungen aus dem Personalbereich enthalten überwiegend Verpflichtungen für Altersteilzeitarbeitsverhältnisse, geleistete Überstunden und Abfindungen.
19. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds des HYMER-Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert hat. Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Konzernbilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Verfügungsbeschränkungen hinsichtlich der flüssigen Mittel bestehen nicht.
Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen, also direkt ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit um Effekte aus Änderungen des Konsolidierungskreises bereinigt. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen können daher nicht immer mit den entsprechenden Werten auf der Grundlage der veröffentlichten Konzernbilanz abgestimmt werden.
Sonstige Angaben
1. Eventualverbindlichkeiten
Für die nachfolgenden, zu Nominalwerten angesetzten Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt wird.
Die HYMER Aktiengesellschaft hat für Verbindlichkeiten der CAPRON GmbH eine Bürgschaft im Nominalbetrag von bis zu 7.500 T€ übernommen.
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen, aus begonnenen Investitionsvorhaben und Beschaffungsverträgen.
Die Miet-, Leasing- und Erbbaunutzverträge betreffen insbesondere Betriebsgebäude, Fahrzeuge, EDV-Ausstattung sowie Abstellflächen. Untermietverhältnisse mit konzernfremden Unternehmen bestehen nicht.
Bei den begonnenen Investitionsvorhaben handelt es sich im Wesentlichen um den Neubau der Verkaufsniederlassung in Bad Waldsee sowie Produktions- und Betriebseinrichtungen am Standort Neustadt.
3. Rechtsstreitigkeiten
Die HYMER Aktiengesellschaft oder eine ihrer Konzerngesellschaften sind nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des HYMER-Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre gehabt haben. Für wahrscheinliche finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- und Schiedsverfahren wurden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.4. Segmentberichterstattung
Die interne Organisations- und Führungsstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlage des primären Segmentberichtsformats des HYMER-Konzerns. Dabei werden Markenfelder und der Bereich Freizeitartikel unterschieden. Durch die Segmentierung sollen Ertragskraft und Erfolgsaussichten sowie Chancen und Risiken der verschiedenartigen Geschäftsfelder des Konzerns transparent gemacht werden.Das Geschäft des Segments "Movera" besteht im Handel mit Freizeitartikeln und Campingzubehör. Die übrigen Segmente fertigen Reisemobile und Caravans.
Der Bereich "Sonstige" enthält Restposten sowie insbesondere die bereichsübergreifenden Konsolidierungs- und Überleitungsposten.
Das sekundäre Berichtsformat richtet sich nach geografischen Gesichtspunkten. Für die Segmentinformationen nach Regionen werden die Umsatzerlöse nach dem Sitz der Kunden, die Investitionen und das Segmentvermögen dagegen nach dem Sitz der Gesellschaften bestimmt.
* EBIT: Operatives Ergebnis zuzüglich Erträge aus Beteiligungen und Ergebnis aus assoziierten Unternehmen.
Die Segmentaktiva enthalten sämtliche Vermögensgegenstände, die zur Erwirtschaftung des operativen Ergebnisses des Segments eingesetzt werden, und beinhalten hauptsächlich Sachanlagen, Vorräte und Forderungen. Als Segmentverbindlichkeiten sind die Verpflichtungen aus dem operativen Geschäft ausgewiesen, neben den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind dies vor allem sonstige Rückstellungen und Pensionsrückstellungen. Die Investitionen und Abschreibungen beziehen sich auf die Segmentaktiva.
5. Finanzinstrumente
RisikomanagementDer HYMER-Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit insbesondere Zinsrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt. Nennenswerte Währungsrisiken bestehen ebenfalls nur im Finanzierungsbereich. Ziel des Risikomanagementsystems ist die Absicherung gegen nachteilige Folgen für die finanzielle Leistungsfähigkeit des Konzerns. Dabei werden marktübliche Instrumente eingesetzt. Einheitliche Konzernrichtlinien regeln die Abwicklung der Geschäfte sowie die Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt derzeit ausschließlich bei Banken.
Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Zinsrisikopositionen des HYMERKonzerns berichtet.
Zinsänderungsrisiko
Zur Finanzierung des Konzerns geht HYMER Kreditvereinbarungen mit teilweise variablen Zinssätzen ein. Dabei sollen Chancen zur Reduzierung der Finanzierungskosten im Falle sinkender Fremdkapitalzinsen genutzt werden. Der HYMER-Konzern unterliegt somit einem zinsbedingten Cashflow-Risiko. Zur Absicherung von Risiken aus Zinsänderungen auf bestehende Darlehen existieren Zinssicherungsgeschäfte. Das Zinsänderungsrisiko wird fallweise abgesichert. Volumen und Laufzeiten der Sicherungsinstrumente entsprechen der Tilgungsstruktur der Darlehen. Zum Bilanzstichtag bestanden Zinsswaps in Euro und in Schweizer Franken. Die aufgeführten Marktwerte entsprechen den Preisen, zu denen fremde Dritte die Rechte oder Pflichten aus den derivativen Finanzinstrumenten übernehmen würden.
Währungsrisiko
Dem Währungsrisiko unterliegen alle künftigen Zahlungsströme, die nicht in der Bilanzwährung der jeweiligen Konzerngesellschaft abgewickelt werden. Aufgrund der schwerpunktmäßigen Tätigkeit des HYMER-Konzerns auf den Märkten des Euro-Raums bestehen bei den Zahlungsströmen im Beschaffungs- und Absatzbereich keine wesentlichen Währungsrisiken. Ein Währungsrisiko ergibt sich im Rahmen einer in Schweizer Franken nominierten Darlehensverbindlichkeit der HYMER Aktiengesellschaft.
Ausfallrisiko
Kunden, die mit dem Konzern wesentliche Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die Forderungsbestände aus Lieferungen und Leistungen werden laufend überwacht. Der HYMER-Konzern finanziert verschiedene Händler durch die Gewährung längerfristiger Zahlungsziele. Zur Absicherung des Ausfallrisikos werden die zur Zulassung erforderlichen Dokumente bis zur Begleichung der Forderungen in Verwahrung gehalten. Mitarbeiter des HYMER-Konzerns führen darüber hinaus regelmäßig Bestandskontrollen bei den Händlern durch. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden sämtliche Finanzgeschäfte nur mit Banken erstklassiger Bonität im Rahmen festgelegter Limits getätigt.
Aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, finanzielle Vermögenswerte und derivative Finanzinstrumente umfassen, besteht bei Ausfall des Kontrahenten ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden Instrumente.
Beizulegende Zeitwerte
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der in der Konzernbilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden erfolgt grundsätzlich unter Bezugnahme auf Marktpreise. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Zinsswapkontrakten erfolgt unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren auf der Basis der zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden Marktdaten.
Die Buchwerte der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte und Schulden approximieren auf Grund der kurzen Laufzeiten die Zeitwerte.
Da die beizulegenden Zeitwerte für die Anteile an Beteiligungen nicht mit vertretbarem Aufwand zuverlässig ermittelt werden können, erfolgt der Ansatz zu Anschaffungskosten. Langfristige finanzielle Vermögenswerte und Schulden sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der dem beizulegenden Zeitwert auf Grund marktgerechter Verzinsung entspricht.
Derivative Finanzinstrumente
Die Nominalbeträge der derivativen Finanzinstrumente entsprechen den Kauf- oder Verkaufsbeträgen bzw. den Kontraktwerten der gesicherten Grundgeschäfte. Die Nominalbeträge, die den Buchwerten entsprechenden Marktwerte und deren Aufteilung nach Fristigkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Darstellung:
Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente berücksichtigen keine gegenläufigen Wertentwicklungen aus Grundgeschäften. Sie entsprechen ferner nicht notwendigerweise den Beträgen, die zukünftig unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden. Das Risikomanagement der derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf der Grundlage der Marktwerte.
Wertminderungen
Auf die einzelnen Klassen von finanziellen Vermögenswerten entfallen folgende Abwertungen auf Grund von Wertminderungen:
Bei den Wertminderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um die Einzelwertberichtigungen. Die Aufwendungen für die Erhöhung der Wertberichtigungen auf Forderungen betragen T€ 858 (Vj. T€ 271).
6. Zuwendungen der öffentlichen Hand
Im Geschäftsjahr 2006/07 wurden T€ 6.453 (Vj. T€ 158) an Zuwendungen der öffentlichen Hand vereinnahmt. Diese teilen sich wie folgt auf:
7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Bis Freigabe des Konzernabschlusses durch den Vorstand ergaben sich keine Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte und Schuldenposten zum 31. August 2007 geführt hätten. 8. Honorare der Abschlussprüfer
Für den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer der HYMER Aktiengesellschaft wurden folgende Honorare im Konzernaufwand erfasst:
Für die übrigen im HYMER-Konzern tätigen Abschlussprüfer haben sich folgende Honorare im Konzernaufwand niedergeschlagen:
9. Beziehungen zu nahe stehenden Personen
Nach IAS 24 müssen Personen oder Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Als nahe stehende Personen des HYMER-Konzerns kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie die Unternehmen in Betracht, an denen die HYMER Aktiengesellschaft beteiligt ist. Hierunter fallen zusätzlich die von Herrn Erwin Hymer unmittelbar oder mittelbar beherrschten Gesellschaften außerhalb der HYMER-Gruppe.Die Festlegung der Verrechnungspreise für gruppeninterne Umsätze und Leistungen erfolgt marktorientiert. Die HYMER Aktiengesellschaft hat nach den Umständen, die im Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, eine angemessene Gegenleistung erhalten. Wie im Vorjahr waren in der Berichtsperiode keine Forderungen gegen nahe stehende Personen zweifelhaft oder uneinbringlich.
Beziehungen der HYMER-Konzerngesellschaften mit Beteiligungsunternehmen Bachem Werk GmbH, Bad Waldsee:
Für die Anmietung von zwei Gebäuden wurden dem HYMER-Konzern insgesamt T€ 13 (Vj. T€ 13) in Rechnung gestellt. Ein Ausgleich dieser Forderungen erfolgte nicht, der Betrag wurde dem HYMER-Konzern monatlich als Darlehen zur Verfügung gestellt. Dieses hat zum Geschäftsjahresende einen Stand von T€ 97 (Vj. T€ 88). Der hierfür angefallene Zinsaufwand im HYMER-Konzern beträgt T€ 5 (Vj. T€ 4).
HYMER-ERIBA GmbH, Bad Waldsee:
Von der HYMER-ERIBA GmbH wurden T€ 300 (Vj. T€ 312) als Vergütung für die Geschäftsbesorgung an den HYMER-Konzern berechnet. Im Gegenzug wurden vom HYMER-Konzern T€ 285 (Vj. T€ 297) Verwaltungskostenumlage fakturiert.
Niesmann+Bischoff GmbH, Bad Waldsee:
Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags vom 25. März 1997 wurden T€ 10 (Vj. T€ 10) an den HYMER-Konzern abgeführt. Danach ergibt sich eine Verbindlichkeit des HYMER-Konzern gegenüber der Niesmann+Bischoff GmbH in Höhe von T€ 52 (Vj. T€ 52).
Eriba-Hymer Nederland B.V., Hardinxveld-Giessendam, Niederlande:
Von der Eriba-Hymer Nederland B.V. wurden dem HYMER-Konzern T€ 540 (Vj. T€ 537) Verkaufsprovisionen, T€ 166 (Vj. T€ 151) sonstige Kosten und T€ 9 (Vj. T€ 2) für Serienmaterial- und Ersatzteillieferungen in Rechnung gestellt. Der HYMER-Konzern hat an die Eriba-Hymer Nederland B.V. insgesamt T€ 141 (Vj. T€ 98) fakturiert.
Beziehungen der HYMER-Konzerngesellschaften mit assoziierten Unternehmen EXPOCAMP Freizeit und Caravaning Center Wertheim GmbH, Bad Waldsee:
Mit der EXPOCAMP wurden Umsätze in Höhe von T€ 5.992 (Vj. T€ 483) getätigt und sonstige Erlöse in Höhe von T€ 3 erzielt. Im Gegenzug wurden von der EXPOCAMP T€ 564 berechnet, davon T€ 559 (Vj. T€ 559) Miete für eine Ausstellungsfläche, auf der die Fahrzeuge der Marken HYMER und Niesmann+Bischoff ausgestellt werden.
Beziehungen der HYMER-Konzerngesellschaften mit von Herrn Erwin Hymer und dessen Familienangehörigen beherrschten Unternehmen CMC Caravan GmbH & Co. Beteiligungs KG, Bad Waldsee:
Von der CMC Caravan GmbH & Co. Beteiligungs-KG wurde ein Gebraucht-PKW und verauslagte Kosten in Höhe von insgesamt T€ 17 (Vj. T€ 14) an den HYMER-Konzern berechnet. Im Berichtsjahr wurden T€ 7 (Vj. T€ 4) an die CMC Caravan GmbH & Co. Beteiligungs KG berechnet.
Dethleffs GmbH & Co. KG, Isny:
Im Berichtsjahr wurden von der Dethleffs GmbH & Co. KG insgesamt T€ 3.576 (Vj. T€ 96) an den HYMER-Konzern berechnet. Das dem HYMER-Konzern zur Verfügung gestellte Darlehen hat zum Geschäftsjahresende einen Stand von T€ 833 (Vj. T€ 793), der darauf entfallende Zinsaufwand im HYMER-Konzern beläuft sich auf T€ 40 (Vj. T€ 38). Der HYMER-Konzern hat mit der Dethleffs GmbH & Co. KG Erlöse in Höhe von T€ 941 (Vj. T€ 777) erzielt.
Hymer Erbbaurecht Polch GbR, Bad Waldsee:
Die im Wege des Erbbaurechts errichteten Produktions- und Verwaltungsgebäude des Werkes Polch im Gewerbe- und Industriepark "Im Goll" wurden von der Hymer Erbbaurecht Polch GbR angemietet. Der Mietzins belief sich im Berichtsjahr auf insgesamt T€ 697 (Vj. T€ 697) zzgl. Umsatzsteuer und gesondert abzurechnender Nebenkosten. Die Höhe des Mietzinses basiert auf dem von einem Sachverständigen gutachterlich festgestellten Mietwert.
hymer idc GMBH & CO. KG, Pforzheim:
Im Berichtsjahr wurden von der hymer idc GMBH & CO. KG T€ 540 (Vj. T€ 339) für Entwicklungsprojekte an den HYMER-Konzern fakturiert. Der HYMER-Konzern hat im Berichtsjahr keine Umsätze (Vj. T€ 21) mit der hymer idc GMBH & CO. KG getätigt.
Hymer Leichtmetallbau GmbH & Co. KG, Wangen:
Mit der Hymer Leichmetallbau GmbH & Co. KG bestehen Lieferantenbeziehungen. Die Gesellschaft hat an den HYMER-Konzern - im Wettbewerb mit anderen Lieferanten - im Berichtsjahr Lieferungen im Gesamtumfang von T€ 1.205 (Vj. T€ 1.206) getätigt. Aufträge werden nur erteilt, wenn das Preis-/Leistungsverhältnis, welches sich im Markt bildet, dies zulässt. Mit der Hymer Leichtmetallbau GmbH & Co. KG wurden Umsätze über T€ 1 (Vj. T€ 0) getätigt.
LMC Caravan GmbH & Co. KG, Sassenberg:
An die LMC Caravan GmbH & Co. KG wurden T€ 428 (Vj. T€ 305) berechnet. Es handelt sich hauptsächlich um verauslagte Kosten für gemeinsame EDV-Projekte wie PDM/ERP/IGS/Firewall. Die LMC Caravan GmbH & Co. KG stellte dem HYMER-Konzern insgesamt T€ 8 (Vj. T€ 0) in Rechnung.
TEC Caravan GmbH & Co. KG, Sassenberg:
An die TEC Caravan GmbH & Co. KG wurden T€ 39 (Vj. T€ 28) für verauslagte Kosten berechnet.
Beziehungen der HYMER Aktiengesellschaft mit ihren übrigen Organen
Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat:
1) Einschließlich Aktien Angehöriger im Sinne des § 15 AO, deren Stimmrechte zugerechnet werden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten laut Satzung jährlich folgende Fixbeträge vergütet. Eine variable Vergütung erfolgt nicht.
Bezüge von Aufsichtsrat und Vorstand
Individualisierte Angaben bezüglich der Vorstandsbezüge unterbleiben in Anwendung des § 286 Abs. 5 HGB.
11. Erklärung zum Coporate Governance Codex
Die Erklärung des Vorstands zum Coporate Governance Kodex mit Erläuterungen zu den Abweichungen haben wir auf der Internet-Homepage der Gesellschaft (www.hymer.com) veröffentlicht.12. Organe
Aufsichtsrat Dipl.-Ing. Erwin Hymer, Bad Waldsee - Vorsitzender -Dipl.-Ing. Dr. Gerhard Gross, Gaienhofen - Stellvertretender Vorsitzender -
Dipl.-Kfm. Uwe Holy, Ermatingen (Schweiz)
Dipl.-Volkswirt Michael Horn, Weingarten
Brigitte Macleod, Bad Wurzach
Andreas Post, Bad Waldsee
Vorstand
Hans-Jürgen Burkert, Bad Waldsee, Kaufmännischer VorstandDr. Reinhard Knüppel, Dortmund, Technischer Vorstand
Bad Waldsee, 16. November 2007
Der Vorstand Hans-Jürgen Burkert Dr. Reinhard Knüppel
Erklärung des Vorstands der HYMER Aktiengesellschaft
Der Vorstand der HYMER Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage des Konzerns sowie die sonstigen im Geschäftsbericht gegebenen Informationen. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden gemäß § 315a HGB die International Financial Reporting Standards (IFRS) wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind und die ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet und, soweit erforderlich, sachgerechte Schätzungen vorgenommen. Der Bericht über die Lage des Konzerns enthält eine Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie weitere Erläuterungen, die nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches zu geben sind.Um die Zuverlässigkeit der Daten sowohl für die Erstellung des Konzernabschlusses einschließlich des Berichts über die Lage des Konzerns als auch für die interne Berichterstattung sicherzustellen, existiert ein wirksames internes Steuerungs- und Kontrollsystem. Dies beinhaltet konzernweit einheitliche Richtlinien für Rechnungslegung und Risikomanagement entsprechend § 91 Abs. 2 AktG sowie ein integriertes Controllingkonzept. Der Vorstand wird damit in die Lage versetzt, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Ravensburg, hat den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage des Konzerns geprüft und den nachfolgend abgedruckten Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Vorstand der HYMER AG versichert, dass nach bestem Wissen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand versichert weiterhin, dass im Bericht über die Lage des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses nach bestem Wissen so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken im Sinne des § 289 Abs. 1 Satz 4 HGB beschrieben sind.
Der Vorstand
Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der HYMER Aktiengesellschaft, Bad Waldsee, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzern- Eigenkapitals, Darstellung der im Konzern erfassten Erträge und Aufwendungen und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. September 2006 bis 31. August 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ravensburg, 16. November 2007
Ernst & Young AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Müller
Wirtschaftsprüfer
Bürkle
Wirtschaftsprüfer
