Für einen Sommer in Bewegung
Unterwegs mit Wohnmobil und Fahrrad: Ratgeber, Tourentipps und mehr

Ganz spontan entscheiden, wohin die Reise geht – und auch am Reiseziel maximal flexibel sein: Verreisen mit Wohnmobil und Fahrrad ist die perfekte Traumkombination in Sachen Freiheit, Unabhängigkeit und Erlebnisreichtum auf Ihren Touren.
 
Hier finden Sie inspirierende Reisevorschläge für die unterschiedlichsten Fahrradaktivitäten, durchdachte Produktideen und praktische Tipps rund um den Transport Ihrer Räder.

Von genussvoll bis extrem:
4 Tourentipps für jeden Anspruch

Europa bietet endlos viele Möglichkeiten, um mobiles Reisen mit traumhaften Fahrradtouren zu verbinden. Wir haben aus all der Fülle vier Tipps für Sie zusammengestellt. Sie führen uns nach Ostfrankreich, mitten in die Alpen, an deren Südseite und nach Dänemark. Und da Fahrrad nicht gleich Fahrrad ist, haben wir für jeden Anspruch etwas dabei: vom entspannten Cruising bis zu herausfordernden Entdeckungstouren auf Mountainbike, Gravelbike oder Rennrad.

1. La Voie Bleue: Flußradweg für Genießer (Tourenrad und E-Bike)

La Voie Bleue („Der blaue Weg“): Das sind 700 km Radweg von Apach an der französisch-luxemburgischen Grenze  bis nach Lyon. Das Besondere daran ist, dass die gesamte Strecke am Wasser entlang führt: an der Mosel, am Vogesenkanal und an der Saône. Häufig werden dafür ehemalige Treidelpfade genutzt, die im Rahmen des Projekts zu komfortablen Radwegen ausgebaut wurden.
 
Minimale Steigungen, Radwege abseits des Straßenverkehrs und die stete Begleitung durch die fließenden Gewässer sorgen entlang der gesamten Strecke für einen konstant hohen Genussfaktor. Ihre persönliche Tagestour oder – wenn Sie mehrere Tage unterwegs sein wollen – Ihre Tagesetappen können Sie ganz nach Lust und Laune auswählen.

Neben vielen abwechslungsreichen Natureindrücken bietet die Strecke auch jede Menge kulturelle Sehenswürdigkeiten. Unter den zahlreichen Highlights sind z. B. Sierck-les-Bains mit einer der imposantesten Festungsanlagen Ostfrankreichs, Nancy und seine prächtige Place Stanislas, der malerische See von Bouzay, das Schloss Ray-sur-Saône und sein sechs Hektar umfassender Englische Garten, das als „Reich des Chardonnay“ bekannte Weinbaugebiet Mâconnais, das mittelalterliche Städtchen Trévoux, die als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnete Innenstadt von Lyon und vieles, vieles mehr.
 
Und da wir uns in Frankreich befinden, ist selbstverständlich auch für kulinarischen Genuss gesorgt: Überall auf der „Voie Bleue“ lassen leckere regionale Spezialitäten und Produkte entdecken.

2. E-Bike & Hike im Nationalpark 
Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern ist der größte Nationalpark Mitteleuropas und eine der imposantesten Gebirgslandschaften weltweit. Von seinen idyllischen Tälern bis zu den Gipfeln der mächtigen Dreitausender bietet er unvergessliche Naturerlebnisse für jedes Wanderniveau. Für diesen Tipp konzentrieren wir uns auf seinen nordwestlichen, vom Pinzgau aus erreichbaren Teil rund um den Großvenediger (3.657 m).

Eine der vielen Besonderheiten sind hier die langgezogenen, von den Gletschern geformten „Trogtäler“. Mit ihren zahlreichen Wasserfällen und spektakulären Ausblicken bieten bereits diese Tallandschaften wunderschöne Wandermöglichkeiten. Doch wer höher hinaus will, muss mit langen Wegen bis zum eigentlichen Anstieg rechnen. Deshalb kommt die Kombination aus E-Bike und Wandern hier optimal zum Tragen.

Unsere Beispieltour beginnt an den berühmten Krimmler Wasserfällen (den höchsten Österreichs) und führt durch das Krimmler Achental. Die Weite des Tals und die imposante Bergkulisse wirken manchmal so, als befände man sich nicht im Salzburger Land, sondern in den Rocky Mountains. Am Talschluss angelangt, werden die Räder abgestellt und es geht zu Fuß weiter. Ziel der anspruchsvollen, aber nicht zu schweren Wanderung ist die gemütliche Warnsdorfer Hütte (ca. 750 Hm). Dort angelangt können Sie sich für einen Abstecher zum nahegelegenen Gamsspitzl (2.888 m) entscheiden – oder einfach den Blick auf die umliegende Gletscherwelt genießen.

3. Mountainbike-Challenge
am Comer See

Das klassische Mekka der MTB-Szene ist der Gardasee. Doch gerade in der Feriensaison können die Trails dort stark frequentiert sein. Deshalb entführen wir Sie zu einem anderen See rund 160 km weiter westlich: den Lago di Como.
 
Für Mountainbiker hält die malerische Landschaft der Lombardei eine große Vielfalt an Schwierigkeitsgraden und Streckenlängen bereit. Eine wichtige Rolle spielen dabei ehemalige Militärwege und gepflasterte Maultierpfade, die „Mulattieras“.
 
Dank der alten Militärwege etwa ist es sogar möglich, den höchsten Gipfel der Gegend, den Monte Legnone (2.609 m), mit dem Mountainbike zu erklimmen. Doch auch, wer es deutlich weniger extrem mag, kommt auf den traumhaften Panoramawegen (z. B. oberhalb des Westufers) ganz auf seine Kosten.

Und am Abend, nachdem Sie die MTB-Sättel so richtig zum Qualmen gebracht haben, winken verlockende regionaltypische Belohnungen – wie beispielsweise die herzhaften Pizzoccheri aus Buchweizen mit frischem Salbei.
 
Ein Trip zum Comer See ist auch immer ein willkommener Anlass für einen kleinen Abstecher nach Mailand. Oder – für Mountainbike-Begeisterte, die einfach nicht genug bekommen können – in die nahegelegenen MTB-Gebiete Lago Maggiore oder St. Moritz.

Ganz spontan: HYMER Free

Der HYMER Free ist der perfekte Begleiter für alle, die spontan aufbrechen und auf Reisen so flexibel wie möglich sein wollen. Besonders in Kombination mit dem HYMER Backrack+ bietet er ideale Voraussetzungen für aktive Entdeckungsreisen mit erlebnisreichen Fahrradtouren. Und die großzügige Wohlfühlatmosphäre seines frischen Interieurs sorgt dafür, dass Sie morgens fit und ausgeruht in Ihr nächstes Abenteuer starten können.  Freiheit von Mensch zu Mensch
Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit, um sich persönlich zum HYMER Free beraten zu lassen. Unsere Fachpartner freuen sich darauf, Ihre Fragen zu beantworten.

Perfekte Lösung: das HYMER Backrack+

Was Sie auch vorhaben und wo auch immer Sie hinfahren möchten: Bringen Sie Ihre gesamte Freizeitausrüstung mit. Das HYMER Backrack+ eröffnet Ihnen durch unterschiedlichste Modul-Komponenten eine neue sowie individuelle Welt des Transports und verpasst Ihrem Camper Van einen ganz besonderen Look. Der Grundträger des HYMER Backrack+ ist direkt ab Werk erhältlich. Wie alle dazu passenden Modul-Komponenten ist er auch als HYMER Original-Zubehör über Ihren HYMER-Handelspartner bestell- und nachrüstbar.

Ratgeber: Wohnmobil und Fahrradträger

Die entscheidende Voraussetzung, um die Freiheit auf zwei Rädern am Reiseziel genießen zu können, ist der sichere Transport der Bikes. Das Wichtigste dazu haben wir hier für Sie zusammengestellt – von der Anschaffung des geeigneten Fahrradträgers bis zu dessen Einsatz auf Reisen.
  • 1. Maximal zulässiges Gesamtgewicht beachten

    Noch bevor Sie planen, einen Fahrradträger anzuschaffen, sollten Sie sichergehen, dass das zusätzliche Gewicht des Trägers und Ihrer Fahrräder das maximal zulässige Gesamtgewicht Ihres Wohnmobils nicht überschreitet. Rechtliche Hinweise, ein Gewichte-ABC und eine Beispielrechnung zur Ermittlung des maximal zulässigen Gewichts von Sonderausstattungen finden Sie auf unserer Service-Seite „Gewichtsinformationen“. Auch Ihr HYMER Partner berät Sie hierzu kompetent.

  • 2. Traglast des Fahrradträgers berücksichtigen

    Neben dem Fahrzeug sind auch die Fahrradträger selbst für maximale Traglasten ausgelegt. Berücksichtigen Sie bei der Auswahl, welche und wie viele Fahrräder Sie aktuell und in Zukunft transportieren möchten. Sie besitzen bereits ein Trägersystem? Dann sollten Sie bei einem Umstieg
– z. B. auf die schwereren E-Bikes – darauf achten, dass das System dafür geeignet ist.

  • 3. Fahrradträger montieren

    Fahrradträger müssen absolut (verkehrs-)sicher am Fahrzeug befestigt sein. Wählen Sie deshalb ein System, das passgenau für Ihr Fahrzeug ausgelegt ist und überlassen Sie die Montage einem Fachmann (beispielsweise Ihrem HYMER Partner). Bei Trägern etwa, die an der Hecktüre angebracht werden, weiß er z. B. genau, an welchen äußerlich nicht erkennbaren verstärkten Stellen die Systeme anzubringen sind.
    Wichtig ist dabei auch, dass der Träger das Nummernschild und die Heckleuchten nicht verdecken darf. Ansonsten sind Folgenummernschilder und/oder zusätzliche Leuchten erforderlich.

    Fahrradträger und TÜV

    • Fahrradträger gelten rechtlich gesehen als Ladung und müssen nicht vom TÜV abgenommen werden. Die Verantwortung liegt also ganz beim Besitzer. Umso empfehlenswerter ist es, die Herstellerhinweise zu Pflege und Wartung konsequent zu befolgen.

  • 4. Fahrstil anpassen

    Ist der Fahrradträger montiert und sind die Fahrräder sicher befestigt, kann es eigentlich losgehen. Doch auch dann gibt es noch einiges zu beachten. So wirkt sich der Träger (vor allem in beladenem Zustand) auf die Aerodynamik des Fahrzeugs aus. Auch das Kurvenverhalten des Wohnmobils kann sich merklich verändern. In Deutschland gibt es zwar keine offizielle Geschwindigkeitsbegrenzung für Fahrzeuge mit Fahrradträgern. Wir empfehlen jedoch, dem Ratschlag des ADAC zu folgen: max. 120 km/h.
    Wichtig bei jeder Fahrt mit beladenem Träger: Nach den ersten Kilometern – und auch zwischendurch – kurz anhalten und alles noch einmal kontrollieren.

    Was nicht mit auf den Fahrradträger soll

    • Auf Gegenstände, die am Fahrzeugäußeren befestigt sind, wirken starke Kräfte ein. Achten Sie deshalb darauf, dass sich an den Fahrrädern keine Fahrradtaschen, Körbe, Luftpumpen, Trinkflaschen etc. mehr befinden. Fachleute empfehlen auch, die Fahrräder während der Fahrt nicht mit Planen oder Hussen abzudecken.

  • 5. Außerdem wichtig bei Fahrten im In- und Ausland

    Unter anderem in Deutschland müssen Ladungen, die mehr als einen Meter über die Rückstrahler hinausragen, mit einer roten Fahne (min. 30 x 30 cm), einem hellroten Schild gleicher Größe oder einem hellroten zylindrischen Körper (Höhe min. 30 cm, Durchmesser min. 35 cm) versehen werden.
     
    Beliebte Reiseländer wie z. B. Italien, Spanien oder Portugal fordern die Kennzeichnung von Fahrradträgern mit einer rot-weiß gestreiften Warntafel. Auch der max. erlaubte Überstand ist je nach Land unterschiedlich geregelt. Das kann bedeuten, dass (wie z. B. in Italien und Spanien) die Warntafel auch bei eingeklappten Trägern ohne Fahrräder angebracht werden muss. Diese Regeln gelten selbstverständlich auch für die Durchreise.
     
    Sämtliche länderspezifischen Regelungen finden Sie im Service-Bereich „Reiseziele“ des ADAC.

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