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Sardinien – ein vorsätzliches Blind Date mit Happy End

Wir lieben das Reisen an Orte, die man nicht aus einem bestimmten Grund besuchen sollte. Also: keine schiefen Türme, keine vorgefertigten Sightseeing-Parkplätze oder Listen von Lokalitäten und Positionen, welche die Persönlichkeit eines Ortes portraitieren sollen. Doch als wir unseren zweiwöchigen Roadtrip mit dem HYMER Grand Canyon nach Sardinien planen, haben wir noch keine Vorstellung davon, auf welch wundervolle abenteuerliche Weise uns dieses Reiseziel begrüßen wird.

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Valerie Schlieper & Flori Kummer (Waves & Woods)
Autor

Sardinien
Reiseziel

HYMER Grand Canyon
Modell

Was steckt wohl hinter den mit Jahreszahlen versehenen gelben Fährenaufklebern, die wir so oft auf Fahrzeugen gesehen haben? Gibt es eine Alternative zum Pauschaltourismus auf der Insel, die uns so nah und doch so unbekannt ist? Wir wollen es herausfinden und planen ein „Blind Date“ mit Sardinien. Kein Speed-Dating. Auch wollen wir nicht auf Verkupplungsversuche von Freunden oder gute Ratschläge älterer Generationen hören.

 

Abfahrt

 

Los geht's von München über Südtirol nach Livorno, um von dort aus mit der Fähre nach Sardinien überzusetzen. Im Gepäck unseres „Hymi“ haben wir einen Berg an Surfboards, Kletterausrüstung, Snowboards, Skateboards und SUPs (Standup Paddle Boards), die wir am liebsten alle irgendwie zum Einsatz bringen wollen.

Die schönsten Überraschungen bieten stets die Orte, die für den Touristen nicht auf den ersten Blick zu sehen sind. So entdecken wir bei unserem ersten Stopp eine wilde Seite Südtirols. Das Navigationssystem lotst uns über das Stilfserjoch – ein Gletscherskigebiet, das über traumhafte Pässe durch ein Idyll längst vergessener Zeiten zu erreichen ist. Ganz frisch sind hingegen die Rillen der Pistenraupen im Schnee. Also rauf auf die Gondeln des Ski-Lifts und rein ins Vergnügen aus Turns und Carving-Action.

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Das Portraitieren des Snowboard-Tages bringt unsere Liebe zur Fotografie mit einem Turboboost in Gang. Wir verbringen den Abend also nicht mit der Zubereitung von etwas Essbarem, sondern heizen mit den Skateboards wieder und wieder bergab, um uns dabei gegenseitig im Alpenpanorama zu fotografieren.

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Das nächste Ziel, der Fährhafen in Livorno, ist vom Stilfserjoch ungefähr 500 km entfernt. Zum Vertreten der Beine und Arme legen wir kleine Boulderstopps ein.

Die Landschaft, die am Fenster vorbei zieht, ändert sich von den Bergen in Südtirol über die Seenlandschaft in der Nähe des Gardasees bis hin zur flachen Landschaft der Po-Ebene und schlussendlich Livorno.

Die Ankunft

Ein paar Stunden mit der Fähre von Livorno entfernt liegt Olbia. Schon von Weitem ist Sardinien mit seinem typisch tiefblauen Wasser und seiner hügeligen Landschaft zu erspähen.

Bevor wir uns dort auf die Suche nach unserem ersten Surf Spot machen werden, lassen wir die Fährüberfahrt mit ein paar gemütlichen Bieren hinter uns, die den Abend in leichter Trunkenheit und großer Vorfreude auf den vorhergesagten Swell* ausklingen lassen. Uns begleitet ein atemberaubender Sonnenuntergang, der einen perfekten Start in unser zweiwöchiges Date mit Sardinien unterstreicht.

 

*Woge, Dünung oder Wellenenergie, die sich über den Ozean bewegt, fortpflanzt und schließlich als Welle an einer Küste bricht.

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Am nächsten Morgen stecken wir den Kopf durch die Fenster und analysieren jede Bewegung des Wassers auf die potentiell perfekte Welle. Trotz des Plans, den ersten gefundenen Spot zu surfen, zieht uns die Gier auf vielleicht noch besser brechende Wellen weiter die Küstenstraße entlang – nur um festzustellen, dass der erste Spot doch der Beste ist.

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So kehren wir zurück und surfen so viel unsere Spaghetti-Arme und der Swell hergeben – und stehen am Ende ausgesurft und glücklich auf unserer Klippe, wo wir den Camper Van stabil geparkt haben. Die Wellen, die zuvor heftig gegen Steine schlugen, verwandeln sich gemächlich in eine spiegelglatte Oberfläche. Das abendliche Licht verzaubert den Himmel und das Meer in ein kitschiges Gemälde aus Rosa, Lila und Orange.

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Wir hatten keine Vorstellung davon, dass Sardinien uns in einer solch wundervollen, abenteuerlichen Weise begrüßen würde.
Valerie Schlieper

Valerie Schlieper

Snowboard- und Surfbrett-Meisterin

Sardinien ist vielfältig. Um noch mehr Facetten der Insel kennenzulernen, machen wir uns mit unseren SUPs auf die Suche nach Boulderfelsen über dem Meer. Ausnahmsweise suchen wir ein gut ausgebautes Klettergebiet auf, womit wir uns – ebenso ausnahmsweise – an den Tipp eines Freundes halten. Der Weg führt uns zu einem alten Steinbruch mit atemberaubendem Blick über einen im Tal liegenden See. Es gibt Routen in allen Schwierigkeitsgraden, sodass wir uns langsam an das Gebiet herantasten können. Während des Kletterns entdeckten wir beide unabhängig voneinander den gleichen perfekten Spot zum Übernachten am See: Eine kleine Straße, die direkt in den See führt.

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Als wir dort am nächsten Morgen aufwachen, zeigt die Insel wieder ihren romantischen Charakter: Die aufgehende Sonne durchbricht den Nebel, der den See bedeckt, und reflektiert goldfarben im spiegelglatten Wasser. Wir gehen schwimmen und kochen Kaffee in unserer Bordküche. An einem solchen Morgen spürt man, dass der Zufall ein guter Begleiter ist und man mit seiner Hilfe zur richtigen Zeit am richten Ort landen kann.

Haus am See

Nach der morgendlichen Romantik fahren wir in südlicher Richtung am See entlang. Auf einem Zwischenstopp nehmen wir ein verlassenes Haus am Rande eines betagten Staudamms unter die Lupe. Wir erheitern uns mit Gruselgeschichten, um das beklemmende Gefühl des alten Gemäuers nicht an uns heran zu lassen. Da das Wasser normalerweise bis zum 1. Stock des Hauses reicht und es mit einer beachtlichen Anzahl an Schildern, Zäunen und Mauern geschützt ist, zählen wir sicher nur zu einer kleinen Anzahl Gäste, die hier in jüngster Vergangenheit eintreten konnten.

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Um den bis jetzt auf unserer Seite stehenden Zufall und das gute Karma nicht zu verlieren, bringen wir den Hausgeistern einen kleinen Blumenstrauß, welcher sofort die Aufmerksamkeit einer Katze auf sich zieht, die aus dem Nichts hervorschleicht.

Vor dem Haus entdecken wir einen kleinen verwahrlosten Springbrunnen, der zur Hälfte mit Staub begraben ist. Mit „do-it-yourself-Schaufeln und Blätterbesen stellen wir den Backyard Bowl einigermaßen wieder her um ihn in einer kleinen Session zu beskaten. Die Katze sieht uns zu, während sie eine Eidechse vernascht. Kino für Vierbeiner.

Nach dieser erheiternden Skate-Aktion sind wir dankbar – für diesen Zufall, das Haus, die Katze und diesen einmaligen Skatespot. Erschöpft und glücklich fahren wir weiter Richtung Süden – dem großen Südost Swell Forecast entgegen.

In den nächsten Tagen bringt dieser jedoch etwas Regen, der die ohnehin wenigen Touristen fernzuhalten scheint. Beim Auskundschaften unbekannter Surfspots ist es fast hypnotisierend zu sehen, wie leere Wellen über den felsigen Meeresgrund rollen und sich in perfekter Formation über sich selbst werfen.

Wagemutig stürzen wir uns ins Wasser. Zwar ist die Barrel* hinter uns groß genug, um geduckt hindurch zu passen – doch das Wasser ist nur etwa 30 cm tief. Diese späte Erkenntnis kostet uns die Nose an einem Surfboard und eine Kamera, die nun auf dem sardischen Meeresgrund liegt. Trotz mehrerer kleiner Wunden sitzen wir am Ende von Glück erfüllt und unseres Atems beraubt auf den Campingstühlen vor unserem HYMER.

 

*Eine Barrel entsteht, wenn sich eine Welle überschlägt. Dabei bildet sich eine fassähnliche Röhre bzw. ein Tunnel, durch den man mit genügend Geschwindigkeit hindurchsurfen kann.

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Das phantastische Glücksgefühl wird schließlich nur durch unsere anstehende Abreise getrübt. Die Fährfahrt inkl. Umstellung auf Winterzeit, eine neblige Ankunft auf dem Festland und das Herabfahren der Fährenrampe – alles sehr trübselig. Ehe wir uns versehen ist Sardinien mit all seinen Abenteuern und positiven Überraschungen bereits außer Sichtweite des Rückspiegels - leider.

 

Ein Fazit

Ob man die Welt lieber mit Social-Media-Hashtags, Reiseführern, Berichten und Apps entdecken möchte, oder lieber den Zufall und Blind Dates als Inspiration zum Reisen nehmen will, ist jedem selbst überlassen. Wir können nur aus Erfahrung sagen, dass die Welt unendlich viele Flecken bietet, deren Entdeckung nur auf uns wartet. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unser Blind Date mit Sardinien ein voller Erfolg war. Wir haben vereinbart, uns wieder zu sehen...

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